„In Villach mag man es eher traditionell“
In wenigen Tagen, konkret am 26. Juli, beginnt mit dem Villacher Kirchtag eines der größten und traditionsreichsten Brauchtumsfeste Österreichs. Seit 90 Jahren, also seit 1936, wird dieses Fest begangen. Acht Tage lang – bis inklusive 2. August – wollen in der Villacher Innenstadt auch heuer wieder rund eine halbe Million Besucher kulinarisch verköstigt werden. An vorderster Front seit 15 Jahren als Lieferant dabei ist Transgourmet, der rund 30 Kirchtagsstände während der gesamten Festwoche mit Lebensmitteln, Getränken (das Bier kommt wenig überraschend hauptsächlich aus der Villacher Brauerei), Einweggeschirr und -besteck und allem anderen versorgt werden, was für ein Volksfest in diesem Umfang benötigt wird. Prinzipiell können die belieferten Stände dort aus dem gesamten Transgourmet-Sortiment wählen, es gibt jedoch einen speziellen Kirchtags-Warenkorb, in dem die gängigsten 100 – 150 Artikel mit Sonderpreisen enthalten sind, wie Stefan Allesch, Standortgeschäftsleiter von Transgourmet Villach, auf Anfrage von Gastroreport mitteilt.
Bereits Wochen vor Veranstaltungsbeginn beginnen die Vorbereitungen. Insgesamt werden von Transgourmet rund 200 Tonnen Waren für den Kirchtag bewegt, die vom Standort Villach aus geliefert werden. Allein die Getränkelogistik umfasst rund 130.000 Liter. Damit die Versorgung während der gesamten Veranstaltungsdauer reibungslos funktioniert, sind täglich drei LKW unterwegs.
Kirchtagssuppe als kulinarischer Fixpunkt
Beim kulinarischen Angebot steht die traditionelle Kirchtagssuppe an erster Stelle, die im klassischen Rezept gleich mehrere Sorten Fleisch (v. a. Rind, Huhn, Schwein, Lamm) enthält. Alle Zutaten dafür stehen auf den Bestelllisten der Stände natürlich weit oben, dazu kommen Würstel, Schnitzel, Braten, Grillhendl, etc. „Bei insgesamt rund 200 Ständen gibt es eigentlich nichts, das es nicht gibt“, weiß Allesch. Und apropos Tradition: Mag bei anderen Veranstaltungen das vegetarische oder gar vegane Angebot in den letzten Jahren boomen, in Villach mögen es die Gäste eher traditionell, auch wenn es natürlich auch fleischlose Angebote gibt, weiß Stefan Allesch.
Für die Versorgung des Villacher Kirchtags stellt Transgourmet jedes Jahr ein eigenes Team zusammen. Zehn Mitarbeiter aus dem in den Sommermonaten ohnehin aufgestockten Transgourmet-Team kümmern sich ausschließlich um die Abwicklung der Veranstaltung – von der Kommissionierung über die Lagerlogistik bis zur Zustellung. Gleichzeitig wurden die Lagerbestände im Markt deutlich erhöht, um auch kurzfristig größere Warenmengen bereitstellen zu können.
Bestellung bis 5 Uhr, Lieferung bis 10 Uhr
Insgesamt hätten sich die Trends bei den Bestellungen in den letzten 15 Jahren nicht groß geändert, was sich indes geändert hätte, sei die Flexibilität, die Transgourmet als Lieferant selbst bieten müsse. Stefan Allesch: „Gerade bei Großveranstaltungen entscheiden Wetter, Besucherandrang oder spontane Nachfragespitzen oft innerhalb weniger Stunden über den Warenbedarf. Deshalb können die Standbetreiber ihre Bestellungen täglich bis 5 Uhr morgens per Webshop, E-Mail oder WhatsApp aufgeben. Die Lieferung erfolgt noch am selben Vormittag – spätestens bis 10 Uhr direkt an den jeweiligen Stand.“ Das bedeutet natürlich, dass die Frühschicht beim Transgourmet-Standort Villach noch etwas früher Dienstbeginn hat, als sonst und dass die ersten Kollegen bereits ab 5 Uhr früh ihren Computer aufdrehen. „Und wir lassen auch niemanden im Regen stehen. Wenn also mal zwischendurch ein Produkt ausgeht, finden wir auch trotz aller sicherheitsrelevanten Absperrungen und Zufahrtsbeschränkungen unter Tags immer eine Möglichkeit zur Nachlieferung. Denn während des Kirchtags müssen unsere Kunden flexibel reagieren können. Unser Ziel ist es, dass sich die Standbetreiber ganz auf ihre Gäste konzentrieren können – wir kümmern uns um den Nachschub im Hintergrund“, so Allesch abschließend.