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Spar Vorstandsvorsitzender Hans K. Reisch

Spar investiert wieder umfassend

Hans K. Reisch, Spar-Vorstandsvorsitzender, in einem kurzen Gespräch über zusätzliche Themen rund um Ergebnisse.

retailreport.at: Mit welchen starken „Moves“ muss man in Österreichs Handel von Seiten der Spar rechnen? 800 Mio. euro sind gewaltig. 

Hans K. Reisch: Wir investieren auch 2026 wieder etwa 800 Millionen Euro in die Modernisierung von Standorten, in die Expansion in allen Ländern und die Digitalisierung.

17 Standorte mehr als 2024: sind da die Unimärkte teils schon miteinbezogen? Und wenn nein, welche Art von Märkten sind am meisten gewachsen?

Die Unimärkte konnten wir ja erst im Februar 2026 übernehmen. Wir haben 2025 über 40 Märkte modernisiert, relaunchiert.  Manche wurden auch geschlossen und an anderer Stelle neu gebaut. Und es kamen eben auch ganz neue Standorte dazu. 

Bei den Kaufleuten gab es 2025 einen Rückgang von acht: was waren da die Gründe (Pensionierung,..)?

Ja, das waren Pensionierungen, aber auch Schließungen von einzelnen Standorten.

Können Sie einige Details zu Spar easy (Ungarn) sagen? Und eventuell in Kürze die wesentlichen Merkmale von Spar Next.

Spar easy haben wir für Ungarn erfunden. Das ist einfach ein sehr günstiges Ladenkonzept, bei dem wir auf viel Convenience und wenig Bedienung setzen. Einfach, um die Kosten niedrig zu halten. Spar next ist das neue Ladenbaudesign für Österreich. Hier geht es unter anderem um die Zusammenlegung von Sortimentsbereichen, wie beispielsweise der Käse in Selbstbedienung gleich visavis vom Käse in Bedienung.

Wenn man sich die Spar Produktwelt genau ansieht, sind schon die Eigenmarken (aus allen Bereichen – S-Budget, Spar Leistungsmarke und auch Premium) stark im Vordergrund. Wirkt sich das auf die Umsätze der Eigenmarken aus? Wie entwickelt sich die Spar Produktwelt?

Wir haben einfach schon sehr viele Eigenmarkenlinien, in allen Produktbereichen. Das merkt man dann natürlich auch in der Produktwelt. Etwa 45 % des Umsatzes machen wir mit unseren eigenen Marken. Die Zugriffe auf die Produktwelt sind sehr gut. Auch hier macht sich die Digitalisierung unter den Konsumenten bemerkbar. Man schaut einfach gern schnell mal was online nach.

Eine Frage zum Sortiment: wenn es immer mehr Self Check out Kassen gibt, was passiert dann mit all den Sortimenten, die viel Umsatz bringen? Wo wandert man damit hin?

Wir gehen mit den Selfcheckouts eigentlich zurückhaltend um. Derzeit gibt es sie nur an etwa 50 Standorten, nur wo Platz ist oder in Hochfrequenzstandorten. 2025 haben wir erstmals einen Test bei Interspar gestartet. Man kann diese Kassenzonen-Produkte auch einfach am Eingang vor diesen Kassen anbringen.

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geschrieben am

13.03.2026