Warum die Inflation höher ist als im Euroraum
Die Verbraucherpreise sind laut Eurostat zwischen 2022 und 2025 in Österreich um 14,8 Prozent gestiegen, im Euroraum dagegen nur um 10,2 Prozent. Damit lag die Inflation hierzulande um 4,6 Prozentpunkte beziehungsweise rund 45 Prozent über dem Durchschnitt der Eurozone. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Beraternetzwerks Kreutzer Fischer & Partner.
Als wichtigste Ursache nennt die Untersuchung die Entwicklung der Haushaltsenergie. Während die Energiepreise im Euroraum im Betrachtungszeitraum um 5,5 Prozent sanken, stiegen sie in Österreich um 8,8 Prozent. Ausschlaggebend waren vor allem höhere Kosten für Fernwärme, Heizöl, Erdgas und Strom, während sich die Treibstoffpreise ähnlich wie im Euroraum entwickelten.
Die höheren Energiekosten wirkten sich auch auf den Wohnungsaufwand aus. Zusätzlich trugen steigende Mieten zur überdurchschnittlichen Inflation bei. Überdurchschnittliche Preiszuwächse verzeichneten außerdem die Bereiche Gesundheit sowie Gastronomie, deren Preise im Vergleich zum Euroraum um rund 40 beziehungsweise 50 Prozent stärker anzogen.
Bei Lebensmitteln zeigt die Analyse dagegen kaum Unterschiede zum europäischen Durchschnitt. Auch die Preise für Bekleidung und Schuhe entwickelten sich in Österreich weitgehend im Einklang mit beziehungsweise leicht unter dem Niveau des Euroraums.