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Veganuary 2026

Veganuary: Der Trend hält an, der Hype nicht

Vegane und vegetarische Ernährung ist nach wie vor beliebt, aber der Hype um das Segment ist abgeflaut.

Veganuary motiviert und unterstützt Millionen von Menschen auf der ganzen Welt dabei, die pflanzliche Ernährung zu entdecken – im Januar und darüber hinaus. Vom Würstelstand über den Lebensmittelhandel bis hin zur Gastronomie: Der Trend zur pflanzlichen Ernährung hält an. Laut RollAMA kauften im ersten Halbjahr 2025 bereits 47 % der österreichischen Haushalte zumindest gelegentlich pflanzliche Alternativen. Besonders gefragt sind Ersatzprodukte für Milch – ihre Absatzmengen stiegen im Jahresvergleich um 22,3 %, der Umsatz um 11,1 %. Innerhalb dieser Kategorie verzeichnen Hafer-, Soja- und Nussdrinks den stärksten Zuwachs und erreichen eine Käuferreichweite von 27,2 %. Nach Rohstoffbasis führt Getreide mit knapp 50 % Marktanteil, gefolgt von Soja und Nuss.

Trotz des Wachstums bleiben klassische Milchprodukte dominierend: 90,6 % Marktanteil entfallen weiterhin auf Kuhmilch, nur 9,4 % auf pflanzliche Drinks.

Auch im Segment der pflanzlichen Alternativen zu Fleisch und Fertiggerichten zeigt sich eine stabile Entwicklung: Die Absatzmenge stieg leicht um 0,6 %, der Umsatz sank geringfügig um 0,1 %.

Fleischersatzprodukte stellen mit 49,1 % Anteil das größte Segment, gefolgt von pflanzlichen Fertiggerichten (27,6 %) und Wurstalternativen (knapp 24 %).

Veganuarys Schwester ist Dry January

Mit dem Veganuary Hand in Hand geht der Dry January. Während alkoholische Getränke nach dem Absatzhoch im Dezember im Jänner regelmäßig an Bedeutung verlieren, profitieren alkoholfreie Varianten klassischer Alkoholsegmente, wie alkoholfreies Bier oder alkoholfreier Wein, zunehmend vom „Dry January“. Neue Daten aus dem YouGov Shopper Panel Österreich zeigen: Immer mehr österreichische Haushalte greifen bewusst zu alkoholfreien Produkten – mit klaren Wachstumsimpulsen für den Markt. Die Käuferreichweite alkoholischer Getränke sinkt von 67% im Dezember 2024 auf 49 % im Jänner 2025 und liegt damit niedriger als in allen anderen Monaten des Jahres. Ebenso gehen Absatz und Umsatz spürbar zurück. Dieser saisonale Effekt verstärkt einen langfristigen Trend: Zwar bleibt die Käuferreichweite alkoholischer Getränke auf insgesamt hohem Niveau, sie ist jedoch in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken – von 92 % im Jahr 2022 auf 89 % im Jahr 2025.
Im Jänner 2025 kauften 6,1 % aller österreichischen Privathaushalte mindestens einmal ein alkoholfreies Produkt innerhalb des Marktes für alkoholische Getränke. Das entspricht einem Anstieg von 2 % gegenüber Jänner 2024. Besonders dynamisch zeigt sich der Absatz: Er legte im Jahresvergleich um 13 % zu.

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geschrieben am

20.01.2026