TOMRA: Recycling, das in den Alltag passt
Pfandrückgabesysteme haben sich in vielen Märkten als zentraler Baustein der Sammlung von Getränkeverpackungen etabliert. Rund um den Earth Day richtet sich der Blick jedoch weniger auf die grundsätzliche Funktionsfähigkeit solcher Systeme als auf ihre Weiterentwicklung. Im Mittelpunkt steht dabei zunehmend ein entscheidender Faktor: Bequemlichkeit. Je einfacher und zugänglicher die Rückgabe organisiert ist, desto häufiger nutzen Konsumentinnen und Konsumenten das System.
Bereits im ersten Jahr des Einweg-Pfandes wurden rund 1,4 Milliarden Flaschen und Dosen zurückgegeben, was einer Rücklaufquote von mehr als 80 Prozent entspricht. Für 2026 wird mit rund 2,6 Milliarden in Verkehr gebrachten Gebinden gerechnet. Die angestrebte Rücklaufquote liegt bei 90 Prozent.
Rückgabe dort ermöglichen, wo Menschen unterwegs sind
Ein wesentlicher Hebel für höhere Rücklaufquoten ist der Ausbau der Rücknahmemöglichkeiten über den klassischen Lebensmitteleinzelhandel hinaus. Entscheidend ist, dass Pfandrückgabe in den Alltag integriert wird und nicht als zusätzlicher Aufwand wahrgenommen wird.
Diese Entwicklung ist bereits sichtbar: Turmöl hat an 67 Tankstellen TOMRA-S1-Lösungen installiert und ermöglicht damit auch unterwegs die Rückgabe von Leergut. Darüber hinaus kommen Rücknahmesysteme wie der TOMRA R1 bei Großveranstaltungen zum Einsatz, etwa bei Festivals wie Nova Rock oder Frequency, wo große Mengen an Gebinden innerhalb kurzer Zeit effizient erfasst werden können. Damit wird Recycling stärker in alltägliche Abläufe eingebettet und für Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich niederschwelliger.
Verfügbarkeit als Vertrauensfaktor
Daniel Olah, Geschäftsführer von TOMRA Collection Austria, betont: „Komfort entsteht nicht allein durch gute Erreichbarkeit, sondern vor allem durch Verlässlichkeit. Sind Rücknahmeautomaten nicht einsatzbereit, leidet das Vertrauen der Verbraucher rasch. Eine dauerhaft hohe Verfügbarkeit ist daher entscheidend. Aktuell erreichen wir bei unseren installierten Anlagen in Österreich eine Uptime von rund 95 Prozent – und arbeiten laufend daran, diese weiter zu optimieren.“
Die Aussage verweist auf einen zentralen Punkt im Betrieb von Rücknahmesystemen: Nicht nur Standort und Bedienbarkeit, sondern auch die technische Stabilität beeinflussen die Nutzung. Für Handel und Systemanbieter wird die Verfügbarkeit damit zu einem wesentlichen Qualitätskriterium.
Komfort fördert Nutzung und Akzeptanz
Laut Verbraucherforschung bevorzugt fast die Hälfte der Befragten Multi-Feed-Rücknahmeautomaten, weil sich damit mehrere Behälter gleichzeitig zurückgeben lassen. Auch der österreichische Handel reagiert darauf zunehmend mit entsprechenden Installationen. Einzelhändler berichten von hoher Kundenzustimmung und steigenden Rückgabemengen.
Birgit Uher, Inhaberin der Eurospar Uher, sagt: „Vor etwa sechs Monaten haben wir den TOMRA R2 in unserer Eurospar-Filiale in Bad Erlach in Betrieb genommen. Ausschlaggebend war vor allem der zusätzliche Komfort für unsere Kunden: Leergut kann direkt aus der Einkaufstasche in den Automaten geleert werden, was den Rückgabeprozess deutlich beschleunigt. Seit der Einführung verzeichnen wir spürbar höhere Rückgabemengen. Zudem ist der effiziente Pfandrückgabeprozess längst zu einem zusätzlichen Entscheidungsfaktor für den Einkauf bei uns geworden.“
Für den Handel wird Pfandrückgabe damit nicht nur zur Servicefrage, sondern auch zu einem möglichen Standortvorteil im Wettbewerb um Kundinnen und Kunden.
Kreislaufwirtschaft beginnt beim Design
Der Blick auf nachhaltige Technologien verschiebt sich zunehmend auf den gesamten Lebenszyklus der Systeme. Moderne Rücknahmelösungen zeigen, dass ökologische Anforderungen bereits in der Entwicklung mitgedacht werden können. Das System TOMRA R2 kombiniert energieeffiziente Betriebsmodi mit dem Einsatz recycelter Materialien und einem kompakten Design, das Transport und Logistik erleichtert.
Auch bei künftigen Entwicklungen wie dem TOMRA T100 stehen Effizienz und Integration in bestehende Infrastrukturen im Vordergrund. Am Ende der Nutzungsdauer können viele Komponenten wieder in geschlossene Recyclingkreisläufe zurückgeführt werden. So lassen sich Rohstoffe schonen und Abfälle reduzieren.