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TOMRA Collection auf der Euroshop 2026

TOMRA: vom Sensorsystem zur Plattform

Mit datengetriebener Vernetzung und neuen KI-Anwendungen entwickelt sich die Sortiertechnologie zum zentralen Steuerungsinstrument moderner Recyclinganlagen.

Drei Jahrzehnte nach Einführung des ersten Aurosort®-Systems steht die KI-gestützte Sortierung vor einem weiteren Entwicklungsschritt. Was als optische Erkennungstechnologie begann, hat sich zu einem vernetzten, datenbasierten System entwickelt, das zunehmend die Gesamtleistung von Recyclinganlagen steuert.

Im Zentrum dieser Entwicklung stehen neue KI-Anwendungen und strategische Partnerschaften. Durch die Mehrheitsbeteiligung am KI-Start-up PolyPerception verknüpft TOMRA Echtzeitdaten enger mit dem Sortierprozess. Ziel ist es, über die reine Materialerkennung hinauszugehen und Daten systematisch auszuwerten, um Prozesse zu optimieren und Entscheidungen zu automatisieren. Damit gewinnt die Sortierung eine neue Qualität als informationsgetriebenes Steuerungselement.

Technologisch basiert diese Entwicklung auf der Weiterentwicklung bestehender Systeme. Moderne Autosort®-Anlagen kombinieren KI, Multisensortechnologie und Bildverarbeitung, um ein breites Materialspektrum präzise zu erfassen. Ergänzende Lösungen wie GAINnext™ für Deep-Learning-Anwendungen, cloudbasierte Analysen über TOMRA Insight sowie lokale Steuerungssysteme ermöglichen eine kontinuierliche Optimierung von Sortierleistung, Durchsatz und Anlagenverfügbarkeit.

Internationaler Blick

Durch die Integration externer Datenquellen, etwa über den Abfallanalysator von PolyPerception, entsteht ein vernetztes Gesamtsystem. Dieses erlaubt Echtzeit-Monitoring, datenbasierte Prozesssteuerung und eine engere Verzahnung einzelner Anlagenschritte. Sortiersysteme entwickeln sich damit zunehmend zum operativen Kern moderner Recyclinginfrastruktur.

Parallel dazu erweitert das Unternehmen sein Lösungsportfolio. Mit dem neuen Finder® steht eine flexible Technologie für die Metallrückgewinnung zur Verfügung. Praxisbeispiele wie die Umsetzung von „Tray-to-Tray“-Sortierkonzepten zeigen, wie geschlossene Materialkreisläufe zunehmend realisierbar werden.

Auch im Servicebereich werden neue Schwerpunkte gesetzt. Ein neu eröffnetes Test- und Trainingszentrum in Nordamerika soll Betreiber entlang des gesamten Lebenszyklus der Anlagen unterstützen – von der Inbetriebnahme bis zur laufenden Optimierung.

Die Entwicklung der vergangenen 30 Jahre verdeutlicht die wachsende Bedeutung von KI in der Recyclingtechnologie. Mit steigenden Anforderungen an Materialqualität, Effizienz und Kreislauffähigkeit wird die Rolle intelligenter, vernetzter Sortiersysteme weiter zunehmen.

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geschrieben am

19.07.2026