Direkt zum Inhalt
Verschiedene Teesorten

Tag des Tees: Matcha trifft Kamille

Kräutertee bleibt die Nummer eins im heimischen Handel, doch der Grüntee-Trend sorgt für Bewegung im Regal.

Am 8. November steht der Tag des Tees im Zeichen von Tradition und Trend: Jeder zweite Euro, der im österreichischen Handel für Tee ausgegeben wird, fließt in Kräutertee. Laut Nielsen kommen Kräutertee (50,1 Prozent) und Früchtetee (31,2 Prozent) gemeinsam auf mehr als 80 Prozent des Umsatzes, Schwarztee hält 12 Prozent, Grüntee 6,7 Prozent. Der Bio-Anteil liegt bei 48,6 Prozent, Tendenz steigend. Meistverkauft ist nach wie vor die klassische Kamille.

Für Bewegung sorgt Matcha, derzeit Trendthema in Lebensmittelhandel, Drogerien und Gastronomie. Gefragt ist der gemahlene Grüntee vor allem bei jüngeren, gesundheits- und trendbewussten Konsumenten, er weckt zugleich Interesse an weiteren Grüntee-Spezialitäten. Weltweit wird Matcha knapp, obwohl die Produktion laut Tee Report 2026 des Deutschen Tee & Kräutertee Verbands von 2024 auf 2025 um mehr als 71 Prozent gestiegen ist. Das Angebot reicht vom Bio-Pulver für Matcha Latte über fruchtige Mischungen mit Erdbeere bis zum Ceremonial Matcha aus der japanischen Präfektur Kagoshima. Als nächster Trend zeichnet sich Hojicha ab, ein gerösteter Grüntee mit mild-nussigem Aroma.

Tee wird zudem nicht mehr nur heiß und im Winter getrunken: Cold Brew macht ihn zum Ganzjahresgetränk, Mischungen mit Himbeere und Zitrone eignen sich für Heiß- wie Kaltaufguss. Funktionale Tees, etwa Kräutermischungen mit Biotin, zählen ebenfalls zu den aktuellen Produkttrends.

Schwierig bleibt die Beschaffung. „Lieferkettenprobleme mit extrem langen und nicht nachvollziehbaren Transitzeiten erschweren nach wie vor den Import von Tee. Dazu kommen hohe Seefrachtpreise aus Asien und zuletzt ein spürbar stärkerer US-Dollar. Das setzt die Preise zusätzlich unter Druck“, sagt Stephan Krömer, Präsident des Österreichischen Teeinstituts. Tina Antonius, Geschäftsführerin des Österreichischen Kaffee- und Teeverbandes, bleibt dennoch optimistisch: „Der österreichische Teemarkt ist stabil und voller neuer Impulse.“

Tee Trends

Kategorien

Tags

geschrieben am

06.11.2026