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RollAMA 2025: Protein bleibt Wachstumstreiber im Lebensmittelhandel

RollAMA: Proteintrend, Fleischplus und Bio

Die RollAMA zeigt, was im Einkaufswagen landet.

Protein bleibt 2025 der zentrale Ernährungstreiber im österreichischen Lebensmittelhandel. Die aktuellen RollAMA-Daten zeigen kräftige Zuwächse bei proteinreichen Milchprodukten, ein erneutes Plus bei Fleisch sowie ein Allzeithoch für Bio. Zugleich wird deutlich, welche Klassiker in den Einkaufswagen dominieren – von Butter über Gouda bis zu Erdäpfeln.

Laut AMA-Marketing-Geschäftsführerin Christina Mutenthaler-Sipek ist Eiweiß für viele Haushalte zu einem festen Ernährungsthema geworden – tierische und pflanzliche Quellen finden dabei gleichermaßen ihren Platz. Im RollAMA-Warenkorb halten sich pflanzliche und tierische Produkte mengenmäßig in etwa die Waage, aufgrund höherer Preise wird für tierische Lebensmittel aber mehr ausgegeben. Treiber auf der tierischen Seite sind High-Protein-Produkte: Skyr und Naturjoghurt legten 2025 um zwölf Prozent zu, Cottage Cheese profitierte von neuen High-Protein-Varianten, Getränke auf Milch- und Joghurtbasis wuchsen mengenmäßig um drei Prozent.

Beim Fleisch zeigte sich – entgegen dem langfristigen Trend – wieder ein leichtes Mengenplus von insgesamt 1,6 Prozent, vor allem bei Schweine- und Hühnerfleisch. Eier setzten ihren Aufwärtstrend fort. Parallel dazu wuchsen pflanzliche Alternativen zweistellig: Die Einkaufsmenge stieg zuletzt um 14 Prozent, die Ausgaben auf rund 120 Millionen Euro. Besonders dynamisch entwickelten sich pflanzliche Drinks, während Fleischalternativen langsamer zulegten; ihr Marktanteil bleibt insgesamt noch niedrig.

Hühnerfleisch wird immer gefragter

Geflügel gehört für viele Haushalte in Österreich ganz selbstverständlich zum Speiseplan. Es gilt als modernes Alltagsprotein: vielseitig in der Küche, einfach zuzubereiten und für viele Konsumentinnen und Konsumenten eine attraktive Fleischart. Besonders Hühnerfleisch gewinnt weiter an Bedeutung und entwickelt sich immer mehr zum Zugpferd im Fleischmarkt. Der Geflügelkonsum in Österreich wird vor allem durch Hühnerfleisch getragen. Insgesamt wurden 2025 rund 40.591 Tonnen Geflügelfleisch von Haushalten im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel eingekauft – mit einem Gesamtwert von knapp 390 Millionen Euro. Hühnerfleisch konnte dabei deutlich zulegen: Die Einkaufsmenge stieg um 4,8 %, der Umsatz sogar um 10,6 % gegenüber dem Vorjahr. Damit erreicht Hühnerfleisch mittlerweile einen mengenmäßigen Marktanteil von etwas über 30 % am gesamten Fleischmarkt. Auch bei der Käuferreichweite zeigt sich die breite Akzeptanz: Über 80 % der österreichischen Haushalte haben 2025 zumindest einmal Hühnerfleisch im Lebensmitteleinzelhandel eingekauft. Damit gehört Huhn zu den am breitesten konsumierten Fleischarten im Land und ist im Alltag vieler Küchen fest verankert.

Bio wieder am Vormarsch

Bio hat die inflationsbedingte Delle der Vorjahre überwunden: Die Einkaufsmengen stiegen 2025 um 2,3 Prozent, die Ausgaben um 6,5 Prozent, der Ausgabenanteil erreichte mit knapp zwölf Prozent ein All-Time-High. Starke Zuwächse zeigen unter anderem Mehl mit einem Bio-Anteil von 30 Prozent sowie Fleisch, das erstmals über acht Prozent Bio-Anteil erreicht.

Im Wettbewerb Butter versus Margarine ging 2025 die Butter klar in Führung: Ihr Mengenanteil stieg auf knapp 70 Prozent, während Margarine um sieben Prozent zurückging. Unterstützt wurde das durch sinkende Butterpreise. Im Käse-Sortiment liegt Gouda voran, gefolgt von Streichkäse auf Gervaisbasis, Mozzarella und klassischen „Löcherkäsen“. Bei Obst und Gemüse dominieren Erdäpfel, Tomaten, Zwiebeln, Karotten beziehungsweise Bananen, Äpfel und Orangen. Im Brotregal führen Roggenmischbrot, American Toast und Land- bzw. Bauernbrot, bei Kleingebäck Semmeln, Laugenware, Kornspitz und Salzstangerl.

Für den Handel zeichnet RollAMA damit ein doppeltes Bild: Neue, proteingetriebene Segmente wachsen dynamisch, zugleich bleiben traditionelle Grundnahrungsmittel und vertraute Sorten feste Eckpfeiler des Alltagskonsums.

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geschrieben am

19.03.2026