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Vorstand der Österreichischen Post AG: Barbara Potisk-Eibensteiner, Walter Oblin, Peter Umundum.

Post: Fels in der Brandung

Die Österreichische Post hat 2025 in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld Umsatz und Ergebnis stabil gehalten und liegt trotz Rückgang gegenüber 2024 klar über dem Vorkrisenniveau von 2023.

In einem Jahr, geprägt von anhaltender Digitalisierung im Briefmarkt und hartem Wettbewerb im Paketgeschäft, hat die Österreichische Post ihre solide Position behauptet. Trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr – bedingt durch den Wegfall positiver Wahl- und Währungseffekte – übertrifft das Unternehmen das Krisenniveau von 2023 deutlich. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 3.043,3 Mio. Euro, also 2,6% unter 2024, aber immerhin 11,0% über 2023.

Kennzahlen im Überblick

Die operative Stärke zeigt sich in den Ergebniszahlen: EBITDA sank leicht auf 413,3 Mio. Euro (–2,2% vs. 2024 / +5,6% vs. 2023), EBIT auf 196,9 Mio. Euro (–5,0% / +3,5%). Das Periodenergebnis lag bei 134,0 Mio. Euro (–8,1%), das Ergebnis je Aktie bei 1,96 Euro (nach 2,04 Euro). Positiv fällt der operative Free Cashflow mit 280,1 Mio. Euro (+10,3%) sowie das Eigenkapital von 767,6 Mio. Euro (+0,8%) aus. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine stabile Dividende von 1,83 Euro je Aktie vor – das entspricht einer attraktiven Rendite von rund 5,9% zum Jahresendkurs.​

Segmentdynamik mit klaren Schwerpunkten

Während Brief & Werbepost mit 1.155,2 Mio. Euro (–6,8% vs. 2024) unter dem strukturellen Mengenrückgang leidet, wächst Paket & Logistik – bereinigt um Umgliederungen – auf 1.719,9 Mio. Euro (+1,2% / +21,4% vs. 2023). In Österreich treibt ein Plus von 5,8% das Geschäft, wohingegen Südost- und Osteuropa sowie die Türkei durch Inflation und regulatorische Effekte bremsen. Filiale & Bank notiert 183,8 Mio. Euro (–8,8%), beeinträchtigt vom Auslaufen einer Telekom-Kooperation und sinkenden Zinsen, legt aber gegenüber 2023 um 9,0% zu.

Im heimischen Privatkunden-Paketmarkt dominiert die Post mit rund 63% Marktanteil und festigt ihre Rolle als unverzichtbarer E-Commerce-Partner für den Handel. 35 Mio. Transaktionen finden jährlich in den Abholstationen statt. 28 neue SB-Filialen wurden eröffnet.
Ergänzt wird das Portfolio durch rund 3.000 Poststellen in Österreich und 14.400 internationale Out-of-Home-Standorte. Die bank99 mit 300.000 Kunden trägt zudem positiv zum Ergebnis bei.

Und nicht zuletzt ist die Logistik ein wesentlicher Teil des Unternehmens. Deshalb wird hier laufend investiert, so wie demnächst am Kernhub im Logistikzentrum Siezenheim.

Spar setzt weiterhin auf das Flugblatt der Österreichischen Post als zentrales Werbemedium

Neben Cash Management setzt Spar auch weiterhin auf das Flugblatt der Österreichischen Post AG. Die Österreichische Post AG und das Handelsunternehmen SPAR haben kürzlich ihre Zusammenarbeit um ein weiteres Jahr verlängert. Als zentrales Werbeinstrument setzt SPAR weiterhin auf Flugblätter, die wöchentlich von der Post in ganz Österreich zugestellt werden – für Spar, Eurospar, Interspar und Maximarkt. „Die Post ist eine wichtige Partnerin für uns, weil das Flugblatt eines der effizientesten Marketinginstrumente des Spar‑Konzerns ist und auch in Zukunft unverzichtbar bleibt. Flugblätter funktionieren bei der Preiskommunikation besonders gut, bieten eine breite regionale Abdeckung und werden von den heimischen Konsumenten sowohl offline als auch online stark genutzt“, sagt Jörg Pizzera, Leitung Konzern-Marketing bei Spar, die jede Woche via Post bundesweit mehrere Millionen Flugblätter aussenden.

Strategische Impulse und Ausblick

Mit der „LEAD 2030“-Strategie treibt die Post entschlossen ihre Transformation voran. Dazu gehören der Start der Mobilfunkmarke YELLLOW im April 2026 sowie zwei Akquisitionen im internationalen Paket- und E-Commerce-Geschäft (Ungarn, CEE/SEE). „Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen haben wir unser Paketwachstum in Österreich fortgesetzt und unsere Marktführerschaft verteidigt“, betont Generaldirektor Walter Oblin.​ Für 2026 zeichnet sich ein leichter Umsatzanstieg ab, bei weitgehend stabilen Ergebnissen auf dem Niveau der Vorjahre. Allerdings wird das erste Halbjahr schwächer ausfallen – belastet durch die Telekom-Umstellung, anhaltende Türkei-Volatilität und regionale Nachfragerückgänge – bevor das zweite Halbjahr stärker wird. 

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geschrieben am

12.03.2026