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Milchwirtschaft: OM-Mitglieder stimmen Fusion mit Berglandmilch zu

OM-Mitglieder stimmen Fusion zu

Die Obersteirische Molkerei (OM) soll noch heuer in die Berglandmilch eingegliedert werden. 92 Prozent der gültigen Stimmen sprachen sich bei der Generalversammlung in Kobenz für die Fusion aus. Noch steht die Zustimmung der Berglandmilch sowie der Wettbewerbsbehörde aus.

Die geplante Eingliederung der Milchsparte der Obersteirischen Molkerei (OM) in die Berglandmilch hat eine wichtige Hürde genommen. Bei der Abstimmung am 15. September in Kobenz votierten 714 von 774 gültigen Stimmen für die Fusion, 60 dagegen. Insgesamt waren 791 Stimmen abgegeben worden.

Betroffen sind rund 2.800 Mitglieder der OM und etwa 1.200 steirische Milchbauern, die das Unternehmen beliefern. Die Eingliederung soll noch 2026 erfolgen. Voraussetzung sind die Zustimmung der Generalversammlung der Berglandmilch sowie die Freigabe durch die Wettbewerbsbehörde. Mit einem Abschluss bis Jahresende wird gerechnet.

Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen

Die Fusion war unter den OM-Mitgliedern im Vorfeld nicht unumstritten. Während Befürworter insbesondere die höhere Investitionskraft der Berglandmilch und eine langfristig gesicherte Milchabnahme hervorheben, befürchten Gegner einen Verlust der regionalen Eigenständigkeit.

OM-Geschäftsführer Michael Riegler bezeichnete die Entscheidung als „Entscheidung für die Zukunft“. OM-Obmann Jakob Karner verwies auf die Notwendigkeit, auch künftig wettbewerbsfähig zu bleiben und einen überdurchschnittlichen Milchpreis an die Bauern auszahlen zu können. Es gehe auch darum, der bäuerlichen Jugend in der Region eine Perspektive in der Milchwirtschaft zu bieten. Horst Jauschnegg, designierter Direktor der steirischen Landwirtschaftskammer, betonte die Bedeutung der Produktqualität für die Wettbewerbsfähigkeit. Regionale Qualität und traditionelle Marken sollen nach seinen Angaben auch nach der Eingliederung erhalten bleiben.

Berglandmilch baut Position aus

Die Berglandmilch mit Sitz in Wels ist Österreichs größter Milchverarbeiter. Das Unternehmen verarbeitet jährlich rund 1,3 Milliarden Kilogramm Milch und vermarktet unter anderem die Marken Schärdinger, Latella und Jogurella. Mit der Stainzer Milch ist bereits eine steirische Molkereimarke Teil der Berglandmilch; die Eingliederung erfolgte 2011.

Die OM zählt mit rund 664 Mitarbeitern und einem Umsatz von knapp 400 Millionen Euro zu den wichtigen Arbeitgebern im Murtal. Mit der geplanten Fusion würde die Berglandmilch ihre Position in der steirischen Milchwirtschaft weiter ausbauen.

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geschrieben am

18.09.2026