Österreichs Weinwirtschaft mit Ausblick
Auch 2025 blieb für die österreichische Weinwirtschaft herausfordernd. Die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage dämpfte die Nachfrage – sowohl im Inland als auch im Export. Dennoch zeigt der ÖWM-Jahresbericht 2025: Im internationalen Vergleich behauptet sich österreichischer Wein in einem schwierigen Marktumfeld solide.
Rückgänge im Handel – Marktanteil gesteigert
Im heimischen Lebensmitteleinzelhandel wurden in den ersten drei Quartalen 2025 um 5,2 % weniger Wein verkauft, der Umsatz sank um 2,5 %. Importweine waren von den Rückgängen stärker betroffen als heimische Produkte. Dadurch konnte österreichischer Wein seinen Marktanteil weiter ausbauen: Rund 70 % der verkauften Flaschen sowie mehr als 75 % des Umsatzes im LEH entfallen auf österreichische Herkunft.
Um den Absatz zu stabilisieren, intensiviert die Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) ihre Aktivitäten im Heimmarkt. Für 2026 ist eine bundesweite Kampagne zur rot-weiß-roten Banderole geplant. Im Fokus stehen Herkunft, Qualität und Genuss als zentrale Differenzierungsmerkmale.
VieVinum 2026 und gezielte Nachwuchsförderung
Parallel richtet sich der Blick der Branche auf die VieVinum (16.–18. Mai 2026). Im Vorfeld läuft auch die Gerd A. Hoffmann-Akademie auf Hochtouren. 13 junge Winzerinnen und Winzer wurden für das Cross-Mentoring-Programm ausgewählt. Das Auftakttreffen mit Mentorinnen und Mentoren fand am 28. Jänner 2026 im „Mezzanin Restaurant & Bar“ im Wiener Haus am Schottentor statt.
Im Zentrum des Programms stehen strategische Zukunftsthemen wie Internationalisierung, Digitalisierung, Marketing, Zielgruppenansprache und Unternehmensnachfolge. Neben etablierten Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Handel und Medien unterstützen erstmals auch Absolventinnen und Absolventen früherer Jahrgänge als „Buddys“ das Netzwerk. Die Schirmherrschaft übernimmt erneut Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager.