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NielsenIQ Kaufkraft Österreich 2026

NielsenIQ Kaufkraft Österreich 2026

Regionalisierte NIQ Kaufkraftdaten für Österreich.

Die Kaufkraft in Österreich entwickelt sich 2026 moderat und bleibt regional vergleichsweise ausgewogen verteilt. Laut aktueller Studie von NIQ Geomarketing liegt die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft bei 31.454 Euro, was einem nominellen Zuwachs von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Damit steht der österreichischen Bevölkerung weiterhin ein stabiles Budget für Konsum, Wohnen und Sparen zur Verfügung – wenngleich die tatsächliche Kaufkraftentwicklung wesentlich von der Preisentwicklung abhängt. Insgesamt summiert sich das verfügbare Einkommen in Österreich auf rund 290 Milliarden Euro.

Auf Bundesländerebene zeigt sich ein vergleichsweise homogenes Bild: Niederösterreich führt das Ranking mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 32.899 Euro an und liegt damit knapp fünf Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Dahinter folgen Vorarlberg und Salzburg. Insgesamt erreichen sieben der neun Bundesländer Werte über dem Durchschnitt, was auf eine breite Verteilung der Kaufkraft hindeutet.

Am unteren Ende bleibt Wien, das mit 29.097 Euro pro Kopf rund sieben Prozent unter dem Österreich-Schnitt liegt. Gleichzeitig verdeutlicht gerade die Bundeshauptstadt, wie stark sich Kaufkraft kleinräumig unterscheiden kann.

Auf Bezirksebene treten die Unterschiede deutlich stärker hervor: So erreicht der 1. Wiener Bezirk (Innere Stadt) mit 44.096 Euro pro Kopf einen Spitzenwert, der mehr als 40 Prozent über dem nationalen Durchschnitt liegt. Auch Bezirke wie Mödling oder Wien-Hietzing zählen zu den kaufkraftstärksten Regionen. Demgegenüber bildet Wien-Brigittenau mit 24.720 Euro pro Kopf das Schlusslicht und liegt deutlich unter dem Schnitt.

Auffällig ist zudem die Dynamik innerhalb einzelner Regionen: Besonders starke Zuwächse verzeichnen wirtschaftlich starke Bezirke, etwa die Wiener Innenstadt sowie Hietzing und die Josefstadt. Auf Bundesländerebene zählen Salzburg und Tirol zu den wachstumsstärksten Regionen, was insbesondere auf die Bedeutung des Tourismus zurückgeführt wird.

Für den Handel ergibt sich daraus ein klares Bild: Während die Kaufkraft auf Makroebene stabil bleibt, gewinnen kleinräumige Analysen zunehmend an Bedeutung. Lokale Unterschiede entscheiden stärker denn je über Standortpotenziale, Zielgruppenansprache und Sortimentsstrategien.

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geschrieben am

08.04.2026