Nach Ardo-Aus: Marchfelder Gemüse bleibt verarbeitet
Nach der angekündigten Schließung des Ardo-Werks in Groß-Enzersdorf ist für die Marchfelder Gemüsebauern eine Lösung gefunden. Laut einer Aussendung von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Lorenz Mayr, dem designierten Präsidenten der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, bauen mehrere heimische Unternehmen ihre Verarbeitung aus. Eine Schlüsselrolle hat Schneiders Gemüseland aus Groß-Enzersdorf, das bereits Spar beliefert. Bereits ab dem kommenden Jahr sollen 20 Gemüsesorten zur Verfügung stehen. Zudem wurde eine Partnerschaft mit Iglo ab Frühjahr 2027 bekanntgegeben: Schneiders verarbeitet dann unter anderem Erbsen, Zuckermais, Karotten, Zucchini, Pastinaken, Speiserüben und Erdäpfel aus dem Marchfeld. Auch Waldland sowie weitere, noch nicht genannte Unternehmen sollen beliefert werden.
Laut ETG können dadurch 2.000 Hektar bewirtschaftet werden, etwa mit Sojabohnen, Edamame, Blatt- und Wurzelgemüse, Kräutern und Erdäpfeln. Für Ardo war zuvor auf 3.300 Hektar produziert worden, weitere Flächen soll Schneiders direkt über die Bauern akquirieren. Die ETG prüft außerdem eine eigene Verarbeitungslinie für Blattgemüse und Innovationen. „Statt Abhängigkeit von einem einzigen internationalen Konzern steht unsere Gemüseversorgung damit zukünftig auf mehreren Beinen“, so Pernkopf und Mayr.