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Die Speaker:innen des Abends, v.l.n.r.: MCÖ-Vizepräsident Andreas Ladich, Bettina Ullmann-Halm, Ulf Schöttl, Regina Loster, Julia Hrabal, Christian Binder, Matthias Pöll, Kathrin Brandtner und Claus Hofmann-Credner

Wiener Traditionsmarken

Wie schaffen es Traditionsmarken, seit Jahrzehnten relevant zu bleiben und trotzdem die Herzen junger Zielgruppen zu erobern? Diese Frage stand kürzlich im Mittelpunkt des MCÖ-Clubabends.

Initiiert vom Marketing Club Österreich trafen sich in den atmosphärischen Räumlichkeiten der Schlumberger Kellerwelten rund 160 Marketing-Experten, um sich auszutauschen und spannende Einblicke in die Erfolgsstrategien Wiener Traditionsmarken zu erhalten. Eingangs sprachen Christian Binder und Matthias Pöll von der Strategie- und Designberatung Brainds über die Bedeutung der Transformationsfähigkeit – also die Fähigkeit, die Marke weiterzuentwickeln, ohne deren Kernwerte aufzugeben.

Im Anschluss fand ein angeregter Penal-Talk statt, bei dem die Marketingverantwortlichen renommierter Unternehmen aufschlussreiche Einblicke in ihre Markenstrategien und Erfolgsgeheimnisse gaben. Am Podium waren Claus Hofmann-Credner (Marketing Director bei Almdudler), Julia Hrabal (Chief Marketing Officer bei Manner) und Bettina Ullmann-Halm (Brand Director bei Schlumberger). Perfekt ergänzt wurde die Diskussionsrunde durch Ulf Schöttl, Inhaber von Retro:novatives Marketing, als langjährigem Branchenkenner. Moderiert wurde der Abend von Kathrin Brandtner, Marketingleiterin bei Wiesbauer und Vorstandsmitglied beim Marketing Club Österreich.

Fazit des Abends

Die zentralen Erkenntnisse aus dem Clubabend kurz zusammengefasst: Die Kernkompetenz erfolgreicher Traditionsmarken ist die Veränderung. Sie bleiben relevant, weil sie auf einem stabilen Wertefundament aufbauen und dieses gekonnt in die Gegenwart transformieren. Die Herausforderung besteht dabei in der Begeisterung unterschiedlicher Generationen. Um einerseits die jungen Zielgruppen abzuholen, bedarf es einer entsprechenden Ansprache. Jedoch dürfen andererseits nicht die älteren Stammkäufer außer Acht gelassen werden, die bis zu 80% des Umsatzes ausmachen. Letztendlich geht es also darum, die Tradition zu bewahren und gleichzeitig Innovation zu schaffen – wobei man keineswegs jedem Trend bzw. Hype am Markt folgen muss.

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geschrieben am

17.09.2025