Maximarkt: Verankerung in der Region
Maximarkt positioniert sich innerhalb der Spar-Gruppe als Anbieter großflächiger Verbrauchermärkte. Mit sieben Standorten – fünf in Oberösterreich und zwei in Salzburg – ist das Unternehmen gemessen an der Zahl der Filialen das kleinste Format der Spar-Gruppe, verfügt aber über die größten Verkaufsflächen je Standort. Das Konzept richtet sich vor allem an Familien und Mehrpersonenhaushalte, die ihren gesamten Einkauf an einem Ort erledigen wollen. Neben dem Lebensmittelvollsortiment umfasst das Angebot daher auch Non-Food-Produkte, etwa für Geburtstagsfeiern – von Geburtstagesgeschenken bis zu Partydekoration – , Garten und Freizeit.
„Mit der Eröffnung des neuen Marktes in Linz ist die Modernisierungswelle abgeschlossen“, so Maximarkt Geschäftsführer Thomas Schrenk stolz. Im Mittelpunkt der Weiterentwicklung steht die Verbindung aus breitem Sortiment, Frischeproduktion vor Ort und persönlicher Beratung. „Hausgemacht“ ist dabei ein zentraler Bestandteil der Positionierung. Die Backstube und die neue Rauchkuchl dienen als Aushängeschilder des Konzepts. In Linz wurde die Rauchkuchl erstmals in dieser Form umgesetzt. Die Produktion ist für Kunden sichtbar und soll Frische sowie handwerkliche Verarbeitung vermitteln.
Auch die anderen Bedienabteilungen haben einen hohen Stellenwert. Sie bieten die Möglichkeit, Kunden persönlich zu beraten und auf individuelle Wünsche einzugehen. Besonders bei Fleisch spielen Auswahl, Herkunft und Beratung eine wichtige Rolle. Bei Rind-, Kalb- und Schweinefleisch führt Maximarkt ausschließlich österreichische Ware mit bekannter Herkunft und AMA-Gütesiegel. Saisonale Spezialitäten, derzeit etwa Wildfleisch von Reh und Hirsch, ergänzen das Angebot. Bereits an anderen Standorten wurde die Warenpräsentation so gestaltet, dass Kunden Einblicke in die Verarbeitung erhalten – etwa durch verglaste Bereiche für die Fleischzerlegung.
Preissensibilität verändert das Einkaufsverhalten
Wie im übrigen Lebensmittelhandel achten Kunden auch bei Maximarkt stärker auf Preise und Aktionen. „Wir reagieren darauf mit einer Kombination aus Aktionsangeboten und einem breiten Eigenmarkensortiment. Seit rund einem Jahr gelten bei Maximarkt sämtliche Vorteile der Konzernmutter Spar. Kunden können die Spar-App, digitale Gutscheine, Rabattmarken und die Aktionen der Spar-Gruppe nutzen. Zusätzlich bieten wir auch eigene Aktionen an“, so Schrenk.
Das gesamte Eigenmarkenspektrum der Spar-Gruppe ist verfügbar – von S-Budget bis Spar Premium. „Preisbewusstes Einkaufen und der Griff zu höherpreisigen Produkten schließen einander nicht aus. Vielmehr entscheiden Kunden je nach Produkt, Anlass und persönlichen Präferenzen. Die Großfläche soll dafür unterschiedliche Preis- und Qualitätsstufen unter einem Dach abbilden“, sagt Thomas Schrenk.
Sortiment folgt Konsumtrends
Bei der Sortimentsgestaltung setzt Maximarkt neben Regionalität und Frische auf saisonale Schwerpunkte und neue Konsumtrends. Das Angebot an alkoholfreien Alternativen wird insbesondere bei Wein, Schaumwein und Spirituosen erweitert. Zwar ist das Ausgangsniveau noch niedrig, die Wachstumsraten sind jedoch hoch, sagt Thomas Schrenk.
Auch vegetarische und vegane Produkte sowie Lebensmittel mit hohem Protein- oder Ballaststoffgehalt wurden ausgebaut. Die Großfläche bietet nach Unternehmensangaben die Möglichkeit, neue Entwicklungen aufzugreifen und entsprechende Sortimentsbereiche zu erweitern.
Selbst hergestellt
Convenience bleibt ein weiterer Schwerpunkt. Maximarkt will Convenience möglichst im eigenen Haus herstellen. Das betrifft sowohl die Produktion im Markt als auch gastronomische Angebote. Kunden können beispielsweise vorbereitete Speisen wie eine fertige Gans bestellen. Auch die Backwarenproduktion ist Teil dieses Ansatzes. Ziel ist es, Komfort und Zeitersparnis mit hausgemachter Qualität zu verbinden.
Neben dem Lebensmittelangebot tragen saisonale Non-Food-Sortimente zur Profilierung bei. Dazu zählen Gartenmöbel und Produkte rund ums Grillen. Das Konzept deckt damit unterschiedliche Einkaufsanlässe ab – von Lebensmitteln und Gewürzen bis zur Ausstattung für Garten und Freizeit bis zum Thema Schenken.
Wachstum durch Frequenz und Service
Weitere Standorte stehen derzeit nicht im Vordergrund. Maximarkt will das Wachstum künftig vor allem über höhere Kundenfrequenz erreichen. Ein wesentlicher Ansatzpunkt ist die Kundenbindung, die weniger über einzelne Produkte als über die Mitarbeiter und die Qualität der Services entsteht. Besonders den Bedienabteilungen kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Ergänzend sollen gastronomische Angebote und das Einkaufserlebnis zusätzliche Besuchsanlässe schaffen.
Die sichtbare Produktion in Backstube und Rauchkuchl gehört ebenfalls zu diesem Ansatz. Gerüche, Einblicke in die Herstellung und frisch zubereitete Produkte sollen den Einkauf über die reine Warenversorgung hinaus aufwerten.