Maresi: 2025 ein Jahr der Konsolidierung
Das organische Wachstum der Tochtergesellschaften in CEE lag 2025 bei +5%, im Heimmarkt konnte Maresi +2% zulegen. Im Inland steigern die Top 3 -Marken aus dem eigenen Portfolio den Umsatz. In CEE tragen die Tochtergesellschaften in Tschechien und Rumänien das organische Wachstum. Das starke, durch die Übernahme von Enigma in Rumänien geprägte Ergebnis des Vorjahres (171 Mio. Euro) war Basis für ein anspruchsvolles Jahr 2025, das mit einem Plus von 1% abgeschlossen werden konnte.
Zudem machte Maresi ein weiteren Schritt Richtung Expansion, der wesentlich zum Ergebnis 2026 beitragen wird: Die Maresi Austria GmbH übernahm 70 % der kroatischen Firma Salvia d.o.o., einem Vertrieb von Premium-Lebensmittel-Marken – ein klarer Schritt zur Markterweiterung in Südosteuropa.
Historisch erfolgreiche Marken in Österreich
Das Fundament für Maresi in Österreich sind starke Traditionsmarken, allen voran KnabberNossi, Inzersdorfer und Shan’shi. Die Top 3 zeigten auch 2025 ein Umsatzwachstum, das über dem Marktdurchschnitt lag.
„Dass wir als Marktführer in einer Verteidigungsposition gegen Handels- und Billigmarken immer noch Marktanteil gewinnen, zeigt die Kraft unserer Marken“, freut sich Nentwich. Das Erfolgsrezept lautet kontinuierliche Markenaktivierung mit Innovationen, kreativen Promotions, attraktiver POS-Gestaltung und natürlich Werbung. Mit 360 Grad Kampagnen – von klassischem TV über Plakat bis Social Media sorgt Maresi für permanente Präsenz ihrer Marken und setzt so wichtige Impulse für eine positive Entwicklung.
„Dieser Trend, dass A-Marken immer stärker werden, setzt sich fort“, ist der Geschäftsführer überzeugt. Gleichzeitig heißt es auch, dass kleine Marken schwächer werden. „Wenn wir verlieren, dann bei jenen Marken, die in ihrem Produktlebenszyklus weit fortgeschritten sind bzw. die aufgrund geringerer Marktbedeutung in der Marktdynamik den Eigenmarken und Newcomern weichen müssen. Es unsere Aufgabe, aktuell zu bleiben und die Zukunft unserer Marken aktiv zu gestalten."
Innovationen prägen 2026
Aus diesem Grund wird sich Maresi im bereits gestarteten Jahr 2026 den Innovationen bei den wichtigsten Marken widmen. „Wir arbeiten mit unseren Produktionspartnern mit Hochdruck an neuen Konzepten. Heuer werden wir mit bestehenden Marken zusätzliche Kategorien erschließen und damit neue Zielgruppen und Käuferschichten erreichen“, erläutert Nentwich. Auch in der Kommunikation beschreitet Maresi moderne Wege. So wurde für die neue KnabberNossi Kampagne in Zusammenarbeit mit prosiebensat1puls4 der erste 100% KI-generierte Werbespot entwickelt. „Mit KI ergeben sich ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten mit überschaubaren Budgets, vorausgesetzt man hat ein kreatives, engagiertes Team. Unser Medienpartner sowie unser junges Marketingteam haben tolle Arbeit geleistet“, ist Nentwich vom Ergebnis begeistert.
Dienstleistungskonzept als wichtiges Standbein
Eine Erfolgsgeschichte aus der jüngeren Vergangenheit sind die Dienstleistungen – konkret das Rent-a-Field Force Konzept. Mit einem wieder erweiterten Außendienst erwirtschaftete Maresi ein Umsatzplus von 15%. Die POS-Aktivierung sieht Nentwich als Schlüssel zum Markenerfolg, denn Impulskäufe werden gerade in Zeiten wirtschaftlicher Anspannung mit kleiner Einkaufsliste immer wichtiger. Entscheidend sind Kontinuität und Qualität in der POS-Betreuung. „Unser Außendienst wird gleichermaßen von unseren Markenpartnern wie vom heimischen Handel geschätzt“, freut sich Nentwich über das positive Feedback.
Watchout Partnermarken
Nentwich: „Partnermarken sind seit jeher ein wichtiges Standbein bei Maresi. Wir sind ein Markenartikelunternehmen, das im Sinne unserer Markenpartner als vollwertige Länderorganisation und nicht bloß als Distributeur agiert. Genau das schätzen die großen Markenartikler wie PepsiCo und Wander.
2025 verzeichnete man einen leichten Rückgang im Partnermarkengeschäft, geprägt von einer Vielzahl kleinerer Marken. Die Bereitschaft internationaler Marken, in den österreichischen Markt zu investieren, sinkt, weil aufgrund der starken Handelskonzentration sowie des hohen Eigenmarkenanteils im internationalen Vergleich das Geschäft hierzulande unattraktiver wird.
„Österreich hat im internationalen Vergleich immer noch eine hohe Kaufkraft. Und bei 40% Eigenmarkenanteil ist das Potential für starke Marken immer noch ausreichend. Es kommt nur darauf an, das Potential richtig zu erschließen. Wer die heimischen Konsumentinnen langfristig für sich gewinnen möchte, hat mit Maresi Austria jedenfalls den perfekten Partner“, ist Andreas Nentwich überzeugt.