Lieferplattformen helfen wachsen
Lieferplattformen galten lange als typisches Großstadtmodell. Mittlerweile zeigt sich jedoch, dass digitale Zustelldienste zunehmend auch den regionalen Handel und die lokale Gastronomie stärken. Besonders in kleineren Städten und ländlichen Gemeinden entwickeln sich Plattformen wie foodora zu einem wichtigen Wachstumstreiber für Handel und Nahversorgung.
Laut aktuellen Unternehmensdaten ist foodora inzwischen in mehr als 1.200 Städten und Gemeinden in Österreich vertreten und erreicht damit rund 73 Prozent der Bevölkerung. Mehr als die Hälfte der angebundenen Orte liegen bereits in ländlichen Regionen. Damit wandeln sich Lieferangebote zunehmend von einem Komfortservice zu einem Bestandteil der lokalen Infrastruktur.
Von dieser Entwicklung profitieren vor allem kleine und mittlere Unternehmen. Rund 99 Prozent der auf der Plattform vertretenen Restaurants und Shops zählen zum KMU-Sektor, etwa 70 Prozent stammen aus dem direkten regionalen Umfeld. Für viele Betriebe eröffnet die Plattform zusätzliche Absatzmöglichkeiten und Zugang zu neuen Kundengruppen. Nach Angaben von foodora steigt das Bestellvolumen von Restaurants innerhalb der ersten sechs Monate durchschnittlich um rund 18 Prozent. Ergänzende In-App-Werbemaßnahmen sorgen laut Unternehmensdaten sogar für Umsatzsteigerungen von bis zu 46 Prozent.
Penny ist guter Partner
Auch der Lebensmittelhandel baut seine Lieferangebote zunehmend außerhalb klassischer Ballungsräume aus. So hat Penny Österreich seine Zusammenarbeit mit foodora seit 2024 auf mehr als 70 Standorte in 29 Städten erweitert – darunter auch kleinere Gemeinden wie Stockerau, Leibnitz oder Parndorf. Lieferplattformen werden damit verstärkt Teil der Multikanalstrategie des stationären Handels.
Neben großen Handelsunternehmen profitieren auch lokale Gastronomiebetriebe von der höheren digitalen Sichtbarkeit. Restaurants wie „Freigeist" in Graz oder Konzepte wie IKO, Little Koya und Hong Kong Cafe in Wien berichten von steigenden Bestellungen und einer deutlich erweiterten Reichweite. Viele Gäste würden erstmals über die Plattform auf die Betriebe aufmerksam und später auch stationäre Kund:innen werden.
Die Entwicklung zeigt, dass Lieferplattformen längst mehr sind als reine Zustelldienste. Für Handel und Gastronomie entstehen zusätzliche Vertriebskanäle, neue Marketingmöglichkeiten und eine stärkere regionale Reichweite. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gewinnen digitale Plattformen damit zunehmend an Bedeutung – nicht nur in Großstädten, sondern auch als Wachstumsmotor für lokale Betriebe in kleineren Gemeinden.