KV Handel: Gehälter steigen 2026 um 2,55%
Bei der dritten Verhandlungsrunde für die 430.000 Angestellten und 20.000 Lehrlinge im Handel konnten sich die Sozialpartner heute Montag nach acht Verhandlungsstunden auf einen Abschluss einigen. Die Mindestgehälter in der Branche steigen mit 1. Januar um 2,55%, wobei die betragsmäßige Überzahlung aufrecht bleibt. Es wird auf den nächsten vollen Euro gerundet.
Mit der Erhöhung des Lehrabschluss-Bonus auf 250 Euro (ausgezeichneter Erfolg), beziehungsweise 200 Euro (guter Erfolg) setze man einen weiteren wichtigen Anreiz.
Angesichts der hohen Zahl von Teilzeitbeschäftigten im Handel ist die Möglichkeit einer Erhöhung der Arbeitszeit bei regelmäßiger Mehrarbeit ein entscheidender Schritt zu mehr Arbeitszeitqualität in der Branche. Ebenfalls im Kollektivvertrag fixiert wird die Möglichkeit die Verteilung der wöchentlichen Normalarbeitszeit mittels einer Betriebsvereinbarung auf fünf Tage zu reduzieren. Von der bisherigen Regelung, dass auf einen gearbeiteten Samstag ein arbeitsfreier Samstag folgt, kann auf Antrag der Arbeitnehmerin mit Zustimmung des Betriebsrats, sofern vorhanden, abgegangen werden. Dabei müssen am Samstag die vollen kollektivvertraglichen Zuschläge weiterhin bezahlt werden.