Knapp bleibt auf Wachstumskurs
Die steirische Knapp AG hat das Geschäftsjahr 2025/26 mit weiterem Wachstum abgeschlossen. Der Umsatz stieg um 7,6 Prozent auf 2,135 Mrd. Euro, der Auftragseingang lag bei 2,51 Mrd. Euro. Europa und Nordamerika zählen weiterhin zu den wichtigsten Absatzmärkten und bilden die stabile Basis der internationalen Geschäftsentwicklung.
Das Unternehmen profitiert von seiner breiten Aufstellung in den Kernbranchen Healthcare, Retail, Fashion, Food, Wholesale und Industry. Schwankungen in einzelnen Märkten können dadurch durch Entwicklungen in anderen Segmenten ausgeglichen werden. Parallel investierte Knapp 106 Mio. Euro bzw. rund 5 Prozent des Umsatzes in Forschung, Entwicklung und Digitalisierung.
Ein Schwerpunkt liegt auf Automatisierungs- und Robotiklösungen. Mit dem bot-basierten Lagersystem AeroBot, das unter anderem bei Nord Electronic Drivesystems und Siemens implementiert wurde, adressiert Knapp vor allem kleinere und mittlere Anwendungen. Gleichzeitig entwickelt das Unternehmen auch großskalige Anlagen, etwa ein derzeit in Südkorea geplantes Shuttle-Lagersystem, das als bislang größtes seiner Art gilt.
Zentraler Treiber der Entwicklung ist zudem der Ausbau von Künstlicher Intelligenz. Unter der Plattform „Knapp Brain“ bündelt das Unternehmen KI-Anwendungen zur datenbasierten Steuerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ziel ist es, Prozesse von der Planung bis zur letzten Meile effizienter und flexibler zu gestalten.
Auch das Geschäftsmodell basiert zunehmend auf langfristigen Partnerschaften. Knapp begleitet Kunden von der Planung über die Umsetzung bis in den laufenden Betrieb und baut dafür den globalen Customer Service weiter aus.
Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 9.000 Mitarbeiter, davon 4.600 in Österreich. Ein Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung: Die Lehrlingsprogramme gelten als zentrale Nachwuchsquelle und erzielen regelmäßig Erfolge bei internationalen Wettbewerben wie den WorldSkills.
Kennzahlen Geschäftsjahr 2025/26:
- Umsatz: 2,135 Mrd. Euro (+7,6 %)
- Auftragseingang: 2,51 Mrd. Euro
- Mitarbeiter: 9.000 weltweit (davon 4.600 in Österreich)
- F&E-Investitionen: 106 Mio. Euro (5 % des Umsatzes)