Kelly’s & Soletti: Geschmacksexplosionen
Der österreichische Snackmarkt bleibt in Bewegung: Zwischen steigenden Kosten, wachsender Nachfrage nach Convenience und dem Trend zu regionalen Produkten setzen die Marken Kelly’s und Soletti auf Innovation, Markenstärke und gezielte Sortimentsentwicklung. „Gerade 2026 wird ein starkes Soletti-Jahr“, sagt Kelly-Geschäftsführer Markus Marek.
Stark in einem stabilen Snackmarkt
Marktführer Kelly hat in der Menge und im Volume Share im letzten Jahr zugelegt. Im Bereich „Gebacken" hat man in Österreich innerhalb der Internsnack-Gruppe einen besonders hohen Stellenwert. „Wir entwickeln sehr viele Produkte bei uns in Wien und Feldbach, vorallem unsere Innovationen in Baked werden auch in anderen Ländern verwendet“, so Marek. In Europa liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von Baked-Produkten bei 4,8 kg. In USA sind es 10,2 kg – also gibt es sehr viel Luft nach oben. Die Gelegenheit packen die Snack-Marktführer beim Schopf und investieren massiv in die Kategorie. Mit einem Marktanteil von >34% (MAT KW 12 2026) sind die Marken von Kelly Snacks führend in der Kategorie Baked-Produkte. Soletti ist mit 27,7% mit Abstand die stärkste Marke in der Kategorie, gefolgt von Goldfish(li) mit 6,7%. Und die Kategorie wächst und wächst, aktuell um 2,1%. „Dazu tragen wir in vielerlei Hinsicht bei: zum einen haben wir 2024 und 2025 in eine neue Linie im Werk in Feldbach investiert und zum anderen gehen wir fokussiert auf die Entwicklung von Neuheiten zu“, leitet Markus Marek die lange Liste an Baked-Innovationen ein. Da wäre…
Der Goldfish-Relaunch
Die großen Goldfish Innovationen bringen Geschmacksvielfalt und -explosionen. Zunächst: aus Goldfischli wurde Goldfish und somit tritt die Marke aus dem Soletti-Schatten hervor. Ein frisches Markendesign und eine neue und auffällige Kommunikationsstrategie spricht vor allem die jungen Zielgruppen an. Und das Herausragende: eine bunte Vielfalt an neuen Geschmacksrichtungen.
Es gibt nun auch zwei Varianten: Goldfish in 100 g Varianten Original, Käse und Sesam. „Käse ist aktuell im Markt eine Top-Variante“, sagt Markus Marek.
Und ganz neu sind Goldfish „BIGsters" in den Geschmacksrichtungen Oriental Style und Mixed Sesam. „Hier spielen wir uns mit Flavours“, erklärt auch Marketing-Verantwortliche Petra Trimmmel. „Die kleinen Goldfische haben einen großen Bruder bekommen. Die Brezelfische sind neu in der Textur. Ein wenig kann man sie mit den Brezelchips vergleichen, sie sind aber weiterentwickelt“, so Trimmel.
Soletti – intensiv dabei
Kennt man die Range der Soletti-Varianten Original, Rosmarin und die In- und Out-Variante Chili, so wird man sich bei den neuen Soletti intense noch mehr freuen. Dabei handelt es sich um „Wilde Brezel“ und „Käse-Crackers“ in 100g-Verpackungen. Sie sind nicht nur intensiv gewürzt, sondern auch knusprig und leicht im Genuss. Beide haben eine mundgerechte Größe und sind für den kleinen Hunger Zwischendurch bestens geeignet.
Denn: Der Snackkonsum hat sich längst vom klassischen Anlassgeschäft hin zum festen Bestandteil des Alltags entwickelt. Knabbergebäck, Chips und Salzstangen zählen zu den stabilsten Warengruppen im Lebensmittelhandel – getragen von hoher Markenbindung und regelmäßigen Impulskäufen. Die Zukunft liegt nicht mehr nur im Chip, sondern in der Vielfalt der Snacklösungen.
„Snacking ist heute kein gelegentlicher Genuss mehr, sondern Teil des täglichen Konsums“, erklären Petra Trimmel und Markus Marek. Gerade starke Marken wie Kelly’s und Soletti profitieren von diesem Trend und sichern die Grundfrequenz in der Kategorie. Die Innovationen sind die Frequenztreiber und hier ist das Unternehmen Kelly ausgezeichnet aufgestellt.
Innovation als Frequenztreiber
Ein zentraler Erfolgsfaktor bleibt die hohe Innovationsgeschwindigkeit. Kelly’s setzt dabei verstärkt auf Konsumentenbeteiligung: Formate wie der „Chipscontest“ bringen regelmäßig neue Geschmacksrichtungen hervor und sorgen für Aufmerksamkeit am Point of Sale.
„Innovationen müssen heute schnell, relevant und aufmerksamkeitsstark sein“, lautet die klare Devise des Geschäftsführers. Sorten wie Bolognese, Hot Mango oder ungewöhnliche Kombinationen wie süß-salzige Varianten zeigen, dass Experimentierfreude ein wichtiger Bestandteil der Markenstrategie ist.
Gleichzeitig gewinnen Limited Editions und saisonale Produkte an Bedeutung. Ob Sondereditionen oder thematische Verpackungen – sie schaffen Kaufanreize und erhöhen die Dynamik im Regal.
Und gerade jetzt war es wieder soweit: der Kelly's Chipcontest 2026 ist zu Ende gegangen und die Sorte „Bacon & Ahornsirup“ hat gewonnen. Von jeder Sorte - "Bacon & Ahornsirup", "Bolognese" und "Kelly Hot Mango" – wurden 100.000 Packungen verkauft und die Wahlbeteiligung war enorm. Mit 45 % liegt Bacon & Ahornsirup klar in Führung, gefolgt von Bolognese mit 31 % und Hot Mango mit 24 %. Bacon & Ahornsirup ist seit Anfang Mai im Handel erhältlich.
Regionalität als Differenzierungsfaktor
Ein klarer Schwerpunkt bei Kelly liegt weiterhin auf der Herkunft der Rohstoffe. Alle Marken setzen verstärkt auf österreichische Zutaten und regionale Lieferketten. Für den Handel wird dieser Aspekt zunehmend zum Verkaufsargument.„Regionalität schafft Vertrauen – gerade in sensiblen Zeiten“, so die Einschätzung der Geschäftsführung. Konsumentinnen und Konsumenten achten verstärkt auf Transparenz und Herkunft, was sich unmittelbar auf die Kaufentscheidung auswirkt.
„Nachhaltigkeit ist kein Image-Thema mehr, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit“, so Markus Marek. Gleichzeitig steigen die Erwartungen des Handels und der Konsumenten an umweltfreundliche Produktion und Verpackung. „Das ist eine enorme Herausforderung für uns“.
Für den Lebensmittelhandel ergeben sich schließlich mehrere klare Handlungsfelder:
- Hohe Innovationsfrequenz aktiv nutzen: Neuheiten und Limited Editions gezielt platzieren
- Markenstärke ausspielen: Kelly’s und Soletti als Frequenzbringer einsetzen
- Sortimentsbreite erweitern: Neue Snacksegmente integrieren
- Regionalität sichtbar machen: Herkunft als Verkaufsargument nutzen
„Das Snackregal ist heute ein dynamischer Erlebnisbereich – kein statisches Sortiment mehr“, so Markus Marek abschließend.