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Klaudia Atzmüller, Geschäftsführerin von Ja! Natürlich.

Ja! Natürlich untersucht Mikrobiom

Die Rewe-Biomarke Ja! Natürlich startet gemeinsam mit Mikrobiomforscherin Univ.-Prof. Dr. Gabriele Berg eine Forschungskooperation. Untersucht werden soll, wie Boden, Anbau und Verarbeitung die mikrobielle Vielfalt von Lebensmitteln beeinflussen.

Bio, Biodiversität und gesunde Böden gehören seit Jahren zu den zentralen Themen von Ja! Natürlich. Mit einer neuen Forschungskooperation erweitert die Rewe-Biomarke diesen Fokus nun um das Mikrobiom. Gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Gabriele Berg von der TU Graz soll untersucht werden, wie Boden, Anbau und Verarbeitung die mikrobielle Vielfalt von Lebensmitteln beeinflussen – vom Feld bis zum fertigen Produkt.

Für den Lebensmittelhandel ist das Thema auch vor dem Hintergrund des Konsumenteninteresses relevant. Eine aktuelle Befragung im Auftrag von Ja! Natürlich zeigt, dass 91 Prozent der Befragten Darmgesundheit als relevantes Ernährungsthema sehen. Für 81 Prozent ist sie wichtig für das persönliche Wohlbefinden. Gleichzeitig sehen 84 Prozent gesunde, humusreiche Böden als wichtige Grundlage für nährstoffreiche Lebensmittel.

Vielfalt als Sortimentsthema

Beim tatsächlichen Ernährungsverhalten zeigt sich allerdings eine Lücke zwischen Interesse und Umsetzung. 71 Prozent haben laut Befragung noch nie von der Empfehlung gehört, rund 30 unterschiedliche pflanzliche Lebensmittel pro Woche zu konsumieren. Nur vier Prozent geben an, diese Marke tatsächlich zu erreichen. 86 Prozent ist dagegen eine gute Auswahl an Gemüse und Obst im Lebensmittelhandel wichtig.

Für Ja! Natürlich bedeutet Vielfalt daher nicht nur eine breite Auswahl im Regal, sondern beginnt bereits bei Anbau und Boden. „Für uns bedeutet mehrwertvolle Bio-Ernährung deshalb Vielfalt in jeder Hinsicht“, erklärt Klaudia Atzmüller, Geschäftsführerin von Ja! Natürlich. Dazu gehörten neben einer abwechslungsreichen Auswahl auch die Herkunft der Lebensmittel, die Art ihrer Erzeugung und die Bedingungen, unter denen sie wachsen.

Vom Boden bis zum Lebensmittel

Genau diese Zusammenhänge sollen im Forschungsprojekt näher untersucht werden. Ausgewählte Ja! Natürlich Lebensmittel werden dabei hinsichtlich ihrer mikrobiellen Vielfalt analysiert. Im Fokus stehen unterschiedliche landwirtschaftliche Anbaumethoden und deren Einfluss auf die Mikrobiome entlang der Produktionskette. Untersucht werden Boden, frische Erzeugnisse und fermentierte Lebensmittel.

Dass Lebensmittel selbst eine bislang wenig sichtbare mikrobielle Vielfalt mitbringen, zeigt Berg am Beispiel Apfel. Mikroorganismen finden sich nicht nur auf der Schale, sondern auch im Fruchtfleisch und im Kerngehäuse. Die Zusammensetzung des Apfelmikrobioms wird unter anderem von Sorte, Umwelt, Anbau und Verarbeitung beeinflusst. 

Für Ja! Natürlich eröffnet die Kooperation eine zusätzliche Perspektive auf das Bio-Sortiment. „Wir beschäftigen uns seit Jahren mit gesunden Böden, Biodiversität und Vielfalt. Die Mikrobiomforschung eröffnet uns jetzt eine neue, bislang weitgehend unsichtbare Ebene unserer Lebensmittel“, so Atzmüller. Ziel sei es, die Zusammenhänge zwischen landwirtschaftlicher Produktion, Lebensmittelqualität und mikrobieller Vielfalt besser zu verstehen.

Quelle: INTEGRAL, Onlinebefragung im Auftrag von Ja! Natürlich, n=1.000 Personen zwischen 18 und 75 Jahren in Österreich, Befragungszeitraum 18.–26. August 2026.

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geschrieben am

18.09.2026