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Hofer optimiert Logistik

Hofer: moderne Logistik mit E-Mobilität

Der Diskonter investiert in effiziente Logistikstrukturen und treibt gleichzeitig die Dekarbonisierung seiner Transportkette voran.

Die Warenversorgung von mehr als 540 Filialen erfordert beim Lebensmitteleinzelhändler Hofer hochgradig abgestimmte Prozesse. Eine zentrale Rolle spielen dabei die sechs Logistikzentren in Österreich, in denen rund 1.500 der insgesamt mehr als 12.000 Beschäftigten tätig sind. Parallel dazu baut das Unternehmen seine Transportlogistik zunehmend auf Elektromobilität um.

Effiziente Logistik als Rückgrat der Filialversorgung

In den Logistikzentren laufen sämtliche Prozesse – vom Wareneingang über die Kommissionierung bis zum Warenausgang – ineinander. Gelieferte Waren werden geprüft, transportiert und unter Einhaltung strenger Qualitätsanforderungen, etwa der Kühlkette, für die Filialbelieferung vorbereitet. Digitale Unterstützungssysteme sorgen für Effizienz in der Abwicklung: Mitarbeitende werden etwa per Headset durch Kommissionierprozesse geführt. Ziel ist eine präzise, zeitgerechte Versorgung der Filialen bei gleichzeitig hoher Prozessqualität. Der Diskonter investiert kontinuierlich in moderne Infrastruktur, zuletzt etwa mit einem neuen Logistikzentrum in Lieboch. Gleichzeitig sucht das Unternehmen weiteres Personal für seine Logistikstandorte.

Elektrifizierung der Transportlogistik

Neben der stationären Infrastruktur rückt zunehmend auch die Transportlogistik in den Fokus. Hofer baut seine Flotte an batterieelektrischen Lkw aus und setzt dabei auf Modelle der neuesten Generation wie den Mercedes eActros 600 und den MAN eTGX. Seit Herbst 2025 sind erste E-Lkw fix im Einsatz und legen jährlich rund 600.000 Kilometer zurück. Laut Unternehmensangaben können dadurch etwa 700 Tonnen CO₂ sowie rund 200.000 Liter Diesel pro Jahr eingespart werden. Auch unter winterlichen Bedingungen habe sich die Technologie als praxistauglich erwiesen. Neben ökologischen Effekten sieht Hofer auch wirtschaftliche Vorteile: Elektromobilität reduziert die Abhängigkeit von volatilen Dieselpreisen. Zudem profitieren Fahrer von geringerem Geräuschpegel und weniger Vibrationen.

Ausbau der Ladeinfrastruktur

Ein wesentlicher Faktor für die weitere Elektrifizierung ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur. Seit 2024 errichtet Hofer verstärkt E-Ladestationen an Filialstandorten. Bis Ende 2026 sollen österreichweit mehr als 1.500 Ladepunkte mit Leistungen von bis zu 150 kW zur Verfügung stehen. Parallel dazu arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit Logistikpartnern am weiteren Ausbau der Infrastruktur für den Schwerverkehr. Ziel ist es, die Elektrifizierung der Transportkette schrittweise voranzutreiben. Die Entwicklung zeigt, dass Logistik zunehmend nicht nur als operativer Kernbereich, sondern auch als strategischer Hebel für Kostenstabilität und Klimaziele verstanden wird.

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geschrieben am

17.04.2026