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EU steht kurz vor der Einführung einheitlicher Sortierkennzeichnungen für FMCG-Verpackungen

EU: einheitliche Sortierkennzeichnung

EU steht kurz vor der Einführung einheitlicher Sortierkennzeichnungen für FMCG-Verpackungen.

Brüssel treibt die Einführung eines einheitlichen Systems für Sortierkennzeichnungen auf Verbraucherverpackungen in der gesamten Europäischen Union voran, was Auswirkungen auf Hersteller, Einzelhändler, Designer und Verpackungshersteller hat. Gemäß der Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) ist die Europäische Kommission verpflichtet, bis zum 12. August 2026 einen Durchführungsrechtsakt zu erlassen, der einheitliche Sortieranweisungen für Verbraucher festlegt. Ziel ist es, das Recycling zu vereinfachen und die durch unterschiedliche nationale Systeme verursachte Fragmentierung zu verringern.

Im Januar 2026 veröffentlichte die Gemeinsame Forschungsstelle (JRC) der Europäischen Kommission einen detaillierten technischen Vorschlag, der ein harmonisiertes System für Abfall-Sortierkennzeichnungen skizziert. Dieses evidenzbasierte Dokument schlägt eine gemeinsame Bildsprache vor, die Verbrauchern helfen soll, die richtigen Entsorgungswege zu erkennen, und die Verpackungskennzeichnungen an die Sammelinfrastruktur anpasst.

Das System kombiniert Piktogramme, Farben und Text und legt Spezifikationen für die Abmessungen, die Anbringung und die Zugänglichkeit der Kennzeichnungen fest. Dem Vorschlag zufolge würde jede Kennzeichnung eine Materialkategorie angeben, was bedeutet, dass Verbundverpackungen möglicherweise mehrere Symbole erfordern. Für Verpackungen, bei denen physische Kennzeichnungen weniger praktikabel sind, werden auch Alternativen wie QR-Codes diskutiert.

Die Reaktionen der Industrie sind gemischt. Einige Branchenverbände argumentieren, dass eine umfangreiche Verwendung von Farben und Texten auf Etiketten die Harmonisierung untergraben und erneut Hindernisse für den Binnenmarkt schaffen könnte, was den Zielen der PPWR zuwiderläuft. Sie befürworten einfachere, auf Piktogrammen basierende Systeme, um die Kosten für die Einhaltung der Vorschriften und die grenzüberschreitende Komplexität zu verringern.

Unternehmen, die eine Neugestaltung ihrer Verpackungen über das Jahr 2026 hinaus planen, wird zunehmend empfohlen, die künftige harmonisierte Kennzeichnung frühzeitig zu berücksichtigen. Da das visuelle System weitgehend festgelegt ist und noch in diesem Jahr ein formeller Durchführungsrechtsakt erwartet wird, könnten Unternehmen, die ihre Vorbereitungen aufschieben, ins Hintertreffen geraten.

(Quelle: PLMA International)

Sortierkennzeichnung

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geschrieben am

17.03.2026