ESC und Festivals treiben Konsum
Großveranstaltungen entwickeln sich in Österreich zunehmend zu einem relevanten Konsumtreiber. Rund ein Viertel der Bevölkerung gibt im Umfeld von Events mehr Geld im Handel aus. Besonders stark zeigt sich dieser Effekt beim Eurovision Song Contest (ESC): 17 % der Österreicher planen zusätzliche Ausgaben von durchschnittlich 108 Euro pro Kopf. Insgesamt ergibt sich daraus ein erwarteter Mehrumsatz von rund 70 Mio. Euro für den Handel. Sport-Events stoßen mit 30 % auf das größte Publikumsinteresse, gefolgt von Musikfestivals und Konzerten (26 %). Formate wie der ESC (19 %) oder Pride-Veranstaltungen (16 %) sprechen kleinere, klar definierte Zielgruppen an. Der ESC wird überwiegend zuhause konsumiert: 42 % verfolgen die Shows im privaten Umfeld, während nur 4 % Veranstaltungen wie Public Viewings besuchen.
Die zusätzlichen Ausgaben rund um den ESC fließen vor allem in Lebensmittel und Getränke. Jeweils 7 % der Konsumenten investieren zudem in Fanartikel sowie spezielle Outfits, 5 % in Deko- und Partyzubehör.
Deutlich höher fallen die Ausgaben bei Live-Events aus: Musikfestivals erweisen sich als stärkste Umsatztreiber. 21 % der Bevölkerung planen heuer einen Festivalbesuch, bei durchschnittlichen Ausgaben von 296 Euro pro Person. Neben Gastronomie profitieren hier insbesondere Modehandel, Merchandise sowie Camping- und Outdoor-Segmente. Ein klarer Wachstumstreiber ist die Generation Z: Jüngere Zielgruppen zeigen überdurchschnittliches Interesse und die höchste Ausgabebereitschaft über alle Eventtypen hinweg. So liegt etwa das Interesse an Musikfestivals in dieser Gruppe bei 47 % (Gesamt: 26 %), bei Sportevents bei 44 % (30 %) und beim ESC bei 33 % (19 %).
Insgesamt bestätigen die Daten: Während TV-Events wie der ESC vor allem Reichweite schaffen, generieren Live-Formate signifikante Zusatzumsätze. Events bleiben damit ein zentraler Impulsgeber für den österreichischen Handel – mit stark differierenden Effekten je nach Format und Zielgruppe.