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Feierten vorab den Tag des Sekts (v. l.): Michael Malat (Winzer und Sekthersteller, Leiter Marketingausschuss Österreichisches Sektkomitee), Aurore Jeudy (Kellermeisterin Schlumberger & Vorsitzende Österreichisches Sektkomitee), Dagmar Gross (Geschäftsführung Sekt Austria) und Chris Yorke (Geschäftsführung Österreich Wein Marketing)

Es prickelt wieder in den Gläsern

Mit dem „Tag des Sekts“ am 22. Oktober beginnt in Österreich üblicherweise die Hochsaison für Schaumweine. Der diesjährige Jahrgang wird den Winzern aufgrund von Trockenheit und Hitze jedenfalls einiges Geschick abverlangen. Angst vor großen Preissteigerungen braucht man aber trotzdem nicht zu haben.

Am 22. Oktober feiert Österreich traditionell des „Tag des Sekt Austria“ – gleichzeitig Start der Sekt-Hochsaison. Bis Jahresende werden ab diesem Zeitpunkt üblicherweise 45 Prozent der Jahresmenge konsumiert. Schaumwein erfreut sich hierzulande nach wie vor großer Beliebtheit, wie Erhebungen des IWSR (International Wine and Spirits Record) aus dem Jahr 2025 zeigen. Damit erweist sich dieses Marktsegment als vergleichsweise stabil – mit lediglich einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent, was zugleich ein Plus von 1,8 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020 bedeutet. Insgesamt beträgt das Volumen von Sekt rund 33 Millionen Flaschen, davon entfallen etwa 25 Millionen auf importierte und rund acht Millionen auf lokale Produkte. Ein leichtes Wachstum ist bei Premium-Produkten zu verzeichnen – was als Hinweis auf entsprechende Marktchancen interpretiert werden kann. Bemerkenswert ist zudem der Absatz von alkoholfreiem Schaumwein, der sich von 2024 auf 2025 mit 720.000 Flaschen verdoppelt hat.

Gastronomie im Fokus

Ein besonderes Augenmerk legt das Österreichische Sektkomitee darauf, Sekt Austria und generell heimischen Sekt stärker in der Gastronomie zu verankern. Regionalität und heimische Wertschöpfung sollten sich auch im Schaumweinangebot auf den Weinkarten widerspiegeln. Dafür werden Gastronomiebetriebe und Sommeliers mit gezielten Aktivitäten und Veranstaltungen angesprochen, um die exzellente Qualität von Sekt Austria noch weiter ins Bewusstsein der Marktteilnehmer zu bringen.

Aurore Jeudy, Vorsitzende von Sekt Austria, freut sich jedenfalls: „Die Arbeit des Sektkomitees trägt Früchte: Zahlreiche Sekthersteller engagieren sich gemeinsam für Sekt Austria – bei nationalen und internationalen Fachveranstaltungen, durch gezielte Aktivitäten für Konsumenten sowie bei Fachtreffen zu technischen Themen, die den Austausch innerhalb der Branche fördern. Mit fast 200.000 Aufrufen in den sozialen Medien allein für unsere Veranstaltung ‚Sekt Austria im Schnee‘ 2026 sehen wir, dass diese Dynamik ganz konkret dazu beiträgt, die Sichtbarkeit und Anerkennung unserer Sekte zu stärken.“

Schwieriger Jahrgang 2026

Der Jahrgang 2026 verlangte den österreichischen Winzern und ihren Reben mit dem heißen Sommer einiges ab. Wie beim Wein insgesamt liegt auch die Erntemenge für den Sekt deutlich unter dem Durchschnitt. Österreichweit werden rund 1,7 Millionen Hektoliter erwartet, das sind 28 Prozent weniger als im Schnitt der Jahre 2021 bis 2025. Wobei in der Südsteiermark die Erntemengen kaum Einbußen gegenüber dem Vorjahr verzeichneten, wie etwa Winzer Hannes Harkamp im Zuge der Presseveranstaltung zum Tag des Sekts erklärte. Vielfach begann die Grundweinlese bereits Mitte August. Um frische und – für den Jahrgang typisch – besonders feinaromatische Grundweine zu keltern, war es entscheidend, je nach Standort und Rebsorte den richtigen, tendenziell früheren Lesezeitpunkt zu bestimmen. „Es war ein herausforderndes Jahr, bei dem man das Geschick des Winzers sehen wird“, so Michael Malat vom Österreichischen Sektkomitee. In besonders heißen Lagen konnten die Beeren etwas mehr Gerbstoffe einlagern. Das verleiht dem Sekt mehr Struktur und kommt vor allem Grundweinen aus blauen Trauben zugute, etwa bei Blanc de Noirs und Rosé. Rund zehn Prozent der Weinmenge werden versektet.

Markante Preissteigerungen aufgrund der geringeren Erntemenge seien jedenfalls nicht zu befürchten, einerseits weil der Markt das nicht hergeben würde, wie Michael Malat ausführte und andererseits weil die Keller der Sektproduzenten aktuell gut gefüllt seien.

Kein Sekt-Botschafter mehr

Von 2016 bis 2026 bat das Österreichische Sektkomitee jedes Jahr eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens mit besonderer Affinität zu Genuss und Kultur, das Amt des Botschafters für Sekt Austria zu übernehmen. Nach zehn Jahren kann man sich über einen ehrenvollen Kreis von Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft freuen, der Sekt Austria sowohl beratend als auch durch öffentlichkeitswirksame Aktivitäten unterstützt, von Sportlegenden wie Herbert Prohaska (2020) über Künstler wie Andreas Vitasek (2024) bis zu Ex-ORF-Wetterlady Christa Kummer (2025). Mit diesen öffentlichkeitswirksamen Persönlichkeiten sei man bestens aufgestellt und habe sich daher entschlossen, künftig keine neuen Sekt-Botschafter mehr zu ernennen.

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geschrieben am

21.10.2026