dm: 50 Jahre "Hier bin ich Mensch"
dm drogeriemarkt ist anders: während Marktteilnehmer ihre Geburtstage mit Rabatten ausschlachten, setzt der DFH-Marktführer ein anderes, neues und menschliches Zeichen: eine CSR-Kampagne. Denn: die großartige Rabattkeule muss dm nicht schwingen, gibt es doch den dm Dauertiefpreis für die Kunden.
Anlässlich seines 50-Jahre-Jubiläums in Österreich startet dm drogeriemarkt nun die die CSR-Initiative „Lust an Zukunft“, um Ehrenamtliche und Freiwilligeninitiativen sichtbar zu machen und bürgerschaftliches Engagement zu beflügeln. Ehrenamtlich aktive Menschen – zu Beginn vor allem dm-Mitarbeitende – erhalten eine breite mediale Plattform über Social Media, Kundenmagazine, Radio und TV, um ihre Geschichten zu teilen und andere zur Mitgestaltung anzuspornen; parallel werden Vereine und Organisationen prämiert, die auf Freiwilligenarbeit setzen. Die Kampagne knüpft an dm-Werte an, die Menschen – als Kunden, Mitarbeiter und Partner – ins Zentrum stellen: Auf der Mitmach-Plattform www.dm-lustanZukunft.at können Engagierte ihr Wirken vorstellen, eine Jury wählt Ende August 50 Projekte mit je 5.000 Euro aus, Kunden verdoppeln im Herbst eine Prämie per Vote – insgesamt über 250.000 Euro. dm-Geschäftsführer Thomas Köck hebt hervor, wie sehr der „mehr vom Leben-Tag“ – ein jährlicher Freistellungstag für soziale oder ökologische Projekte – Mitarbeitende zu Ehrenamtsstarts motiviert hat. Bereits jetzt sind dm-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vielfältig im Ehrenamt aktiv.
Die Initiative „Lust an Zukunft“ verfolgt konkret drei zentrale Ziele: Ehrenamtlich engagierte Personen eine breite mediale Plattform bieten, um über ihr Engagement zu berichten und andere zum Mitmachen zu motivieren; Vereine und Organisationen, die auf Freiwilligenarbeit basieren, sichtbar zu machen und mit Prämien auszuzeichnen; sowie das Gefühl von Selbstwirksamkeit und Zukunftsfreude in der Bevölkerung zu wecken, indem positive Geschichten das Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft stärken. „Nach Krisen und negativen Nachrichten wollen wir Selbstwirksamkeit und Zukunftsfreude wecken – Engagement stärkt Individuum und Gemeinschaft gleichermaßen“, erklärt dm-Vorsitzender Harald Bauer. Die Initiative unterstreicht dm als Vorreiter für soziale Verantwortung im Handel, der Werte und Wirtschaftskraft verbindet.
Die besten Ideen werden dm-weit in 12 Ländern geteilt, um Multiplikation zu fördern und Netzwerke zwischen Individuen und Organisationen aufzubauen. Für heuer wird die Kampagne groß angelegt werden und sie wird auch etwas sein, auf das man in den kommenden Jahren aufbauen kann.
dm drogeriemarkt feiert 50 Jahre
Das Ruder-Duo Günter Bauer und Götz Werner legte den Grundstein für dm drogeriemarkt in Europa. In einem retailreport.at-Rückblick von Hanspeter Madlberger ist zu lesen: Beim Ruderverein "Neptun" in Konstanz am Bodensee lernte Götz Werner im April 1963 einen Österreicher aus Krems kennen, der zwei Wochen älter und zwölf Zentimeter größer war als er. Sein Name: Günter Bauer. Gut ein Jahr lang waren die beiden kongeniale Ruderpartner im Doppel-Zweier und gewannen auch internationale Wettkämpfe. Es entspann sich eine lebenslange Freundschaft. Günter Bauer verstarb im Oktober 2020 im Alter von 76 Jahren, Götz Werner im Februar 2022 mit 78 Jahren.
1975 holte Werner seinen Ruderfreund Bauer ins dm-Firmenboot. Im Frühjahr 1973 hatte er in Karlsruhe den ersten "dm-drogeriemarkt" mit einer Verkaufsfläche von 190 m2 eröffnet. Nach Aldi-Vorbild war der dm-Prototyp als Discountladen mit straffem SB-Sortiment konzipiert. Im Jänner 1976 schlug die Geburtstunde von dm Österreich. Bauer, der zuvor acht Jahre bei Hofer gearbeitet hatte, avancierte aufgrund seiner Erfahrungen im Discount-Business als Geschäftsführer (und Minderheitsgesellschafter) von dm Österreich sowie als Berater von dm Deutschland zur wertvollsten Führungskraft im jungen dm-Filialimperium des Götz Werner. Sein, im Hintergrund wirkender Finanzpartner war vom Start weg Günther Lehmann, damals Juniorchef des Supermarktfilialisten Pfannkuch.
1981 folgte der nächste Expansionsschub. Die Vita Drogeriemärkte der Metro Gruppe standen zum Verkauf. Die 60 Vita-Märkte in Österreich wurden von der Spar AG übernommen und postwendend gegen eine Beteiligung von 32% in dm Österreich eingebracht. In Deutschland wanderte ein rund 70 Standorte umfassendes Viva-Filialpaket von Metro zu dm. Unverändert hält die Spar Holding einen Sitz im Aufsichtsrat von dm Österreich. Die Zusammenarbeit des österreichischen Familienunternehmens Spar AG mit dem deutschen Familienunternehmen dm erwies sich als ein äußerst solides und dauerhaftes win-win-Projekt. Als bevorzugter Mieter der Spar Einkaufszentren konnte dm seine Marktabdeckung zuerst in Österreich, später aber auch in den ASPIAG-Ländern zügig ausbauen. Die Österreich- Zentrale in Salzburg stieg zum Headquarter aller dm-Töchter außerhalb Deutschlands auf.
Der Slogan Große Marken, kleine Preise wurde durch die softe Botschaft "Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein" (eine Variation des Zitats aus Goethes Faust: Hier bin ich Mensch, hier kann ich`s sein) abgelöst. Die weitgehende Abschaffung von Aktionspreisen und deren Ersatz durch Dauer (tief) preise zählte ebenso zu seinen Pioniertaten wie eine ganz spezifische Eigenmarken-Strategie. Die so genannten dm Qualitätsmarken (z.B. Balea) geben sich nicht als primitive Billig-Labels, sondern als Handelsmarken mit Mehrwert.
Heute zählt dm 7.200 Mitarbeitenden in 381 Filialen, bald 2.000 Märkten in der Ländergruppe und 6 Mrd. Euro Umsatz.