Der Grüne Punkt ist konsolidiert
Der Grüne Punkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 229 Millionen Euro, was einem Anstieg von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das EBITDA belief sich auf 8,9 Millionen Euro. Damit trug Der Grüne Punkt mit 2,7 Millionen Euro positiv zum konsolidierten EBITDA von Agilyx bei.
Die Ergebnisse berücksichtigen bereits die Übernahmen von Forplast in Italien im November 2025 und der RG Group in Frankreich im Februar 2026. Die im Juni angekündigte Übernahme von Anviplas in Spanien hatte im Berichtszeitraum noch keine operativen Auswirkungen, wird aber in die Prognosen einbezogen.
Agilyx-Konzernzahlen durch Konsolidierung geprägt
Der konsolidierte Umsatz von Agilyx in Höhe von 85,1 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2026 berücksichtigt die Einbeziehung von Der Grüne Punkt seit dem 20. April 2026. Das EBITDA von minus 1,9 Millionen Euro auf Konzernebene resultiert aus dem positiven Beitrag von Der Grüne Punkt in Höhe von 2,7 Millionen Euro, der durch Verluste auf Agilyx-Ebene in Höhe von 4,5 Millionen Euro ausgeglichen wurde. Der Jahresüberschuss von 9,7 Millionen Euro spiegelt nicht zahlungswirksame Buchgewinne in Höhe von insgesamt 30,2 Millionen Euro wider, die aus dem Kontrollwechsel bei Der Grüne Punkt und Cyclyx sowie aus einem Gewinn aus dem günstigen Erwerb von Anviplas resultieren.
Ausblick: 19 Millionen Euro EBITDA erwartet
Für das Gesamtjahr 2026 wird erwartet, dass Der Grüne Punkt ein EBITDA von 19 Millionen Euro erwirtschaftet. Diese Prognose berücksichtigt bereits die Akquisitions- und Sanierungskosten von Anviplas, die in früheren Prognosen noch nicht enthalten waren. Durch eine gesteigerte Produktqualität und höhere Kapazitäten sowie günstige regulatorische Rahmenbedingungen wird erwartet, dass alle drei Akquisitionen im Bereich des mechanischen Recyclings ab 2027 einen signifikanten Wachstumsbeitrag leisten. Agilyx verfügt über Zugang zu großen Mengen an Altkunststoffen sowie zu einer fortschrittlichen Sortier- und Recyclinginfrastruktur in Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien durch die Mehrheitsbeteiligung an GreenDot Global, Europas größter Plattform für das Recycling von Kunststoffabfällen.