Städte: Kooperation statt Kontrolle
Wie Stadtgestaltung in unsicheren Zeiten gelingen kann, stand im Mittelpunkt der Denkwerkstadt 2025 des Dachverbands Stadtmarketing Austria im Bregenzerwald. Unter dem Motto „Getting Things Done – Zuversicht als Gestaltungskraft“ diskutierten rund 30 Stadtmarketing-Verantwortliche, wie Städte künftig Orientierung und Zusammenhalt fördern können.
Philosophin Natalie Knapp betonte, dass Unsicherheit die Grundlage für Entwicklung sei. Wissenschaftsjournalist Ulrich Schnabel (DIE ZEIT) ergänzte, Zuversicht sei keine Emotion, sondern eine Haltung, die Handlungsfähigkeit sichere. Ihr Fazit: Zukunft entsteht durch Beziehung, nicht durch Verwaltung. Städte, die Resonanz und Kooperation ermöglichen, reagieren widerstandsfähiger auf Krisen.
Exkursionen, etwa ins Frauenmuseum Hittisau oder zur Werkstatt des Tischlers Markus Faißt, zeigten, wie Kooperation im Alltag gelebt wird. Wandel, so die Erfahrung der Teilnehmenden, gelingt vor allem dort, wo Menschen gemeinsam handeln, statt auf Vorgaben zu warten.
Zentrale Erkenntnisse der Tagung:
- Unsicherheit als produktive Kraft nutzen
- Zuversicht als Haltung fördern
- Gemeinschaft durch Beziehung stiften
„Stadtmarketing ist heute ein zentraler Akteur für gesellschaftlichen Zusammenhalt – nicht als Zusatzaufgabe, sondern in seinem Kernauftrag“, sagte Michael Gsaller, Präsident des Dachverbands Stadtmarketing Austria.