CSR Tag 2026
Wie können Unternehmen angesichts geopolitischer Unsicherheiten, steigender regulatorischer Anforderungen und knapper Ressourcen wettbewerbsfähig bleiben? Die Antworten darauf lieferte der csrTAG 2026, der am 22. Oktober im Congress Centrum Alpbach stattfand. Unter dem Motto „R3: Ressourcen. Resilienz. Rentabilität“ diskutierten rund 200 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Österreich.
Die Diskussionen beim csrTAG machten deutlich, dass viele Unternehmen Nachhaltigkeit nicht mehr nur als regulatorische Anforderung verstehen, sondern als strategischen Hebel für Innovation, Resilienz und langfristige Wettbewerbsfähigkeit. “Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, wirtschaftliche Unsicherheit, Ressourcenknappheit und neue regulatorische Anforderungen gleichzeitig zu bewältigen. Die Diskussionen beim csrTAG haben gezeigt, dass viele Unternehmen bereits konkrete Antworten darauf entwickeln – von zirkulären Geschäftsmodellen über innovative Energielösungen bis hin zu neuen Formen der Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette. Der Kongress machte erfolgreiche Ansätze sichtbar, gab wertvolle Impulse und förderte den Austausch darüber, wie Innovationen schneller in die Praxis gebracht werden können”, erklärt respACT- Geschäftsführerin Daniela Knieling.
Zu den Highlights des diesjährigen csrTAG zählte die Eröffnungskeynote von Glenn Orveillon (Europäische Investitionsbank (EIB)) zu Finanzierungsmöglichkeiten für Kreislaufwirtschaftsprojekte. Bereits in den Eröffnungsworten der Hauptpartner Industriellenvereinigung Tirol, Wirtschaftskammer Tirol und Land Tirol, vertreten durch Landesrat René Zumtobel, wurde die Bedeutung nachhaltiger Transformation für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Österreich unterstrichen.
Ergänzt wurde das Programm durch hochkarätig besetzte Diskussionsrunden mit Vertretern von EVN, Holcim, Tyrolit, Betten Eberharter, Simacek, ClimatePartner Austria, tirol kliniken, Infranorm und Schachinger Logistik. Im Fokus standen die Chancen der Kreislaufwirtschaft als Wachstums- und Innovationsmotor, Energieeffizienz als Voraussetzung für Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit sowie neue regulatorische Anforderungen wie die EmpCo- Richtlinie, der Digitale Produktpass und die Ökodesign-Verordnung. Die vorgestellten Praxisbeispiele zeigten, wie Unternehmen durch nachhaltige Maßnahmen wirtschaftliche Vorteile erzielen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen und Marktveränderungen stärken können.
“Die Transformation unserer Wirtschaft gelingt nur dann, wenn ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gemeinsam gedacht werden. Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz und innovative Geschäftsmodelle können - abhängig von ihrer konkreten Ausgestaltung und Anwendung - ökologische Verbesserungen und langfristige Wertschöpfung unterstützen. Gerade in einer zunehmend komplexen Welt sind Kooperationen ein wichtiges Mittel, um die Transformation hin zu einer ressourceneffizienteren und kreislauforientierten Wirtschaft gemeinsam voranzubringen. Der csrTAG hat anhand konkreter Praxisbeispiele gezeigt, dass Maßnahmen zu Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz zur Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz von Unternehmen beitragen können”, betont respACT-Präsident Peter Giffinger.