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Clean Store Prinzip

Clean Stores: Retail neu gedacht

Entwicklungen im Handel stehen niemals still. Auf der Verkaufsfläche und auch in den Lägern ist man stets bemüht den aktuellen Standards zu entsprechen. Clean Store Prinzip ist einer davon.

Warum? Weil die Österreicher schöne Einkaufsstätten lieben. Das mussten auch schon deutsche Diskont-Ketten vor Jahrzehnten erkennen, als sie den österreichischen Markt in Angriff nahmen: deutsche Konzepte einfach nach Österreich zu transferieren – das klappt nicht.

Nicht nur der Anteil an Aktionen unterscheidet uns von den deutschen Nachbarn, auch die Optik, Vielfalt und Service-Qualität der einzelnen Märkte ist unterschiedlich. Das kostet Geld. Unter anderem diese Unterschiede zu Deutschland erklären so manchen Preisvergleich, der immer wieder im Raum steht.

Clean store Prinzip

Das Clean Store Prinzip ist ein Konzept aus dem Einzelhandel, insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel und der Filiallogistik, das auf Ordnung, Sauberkeit und Übersichtlichkeit in Verkaufsflächen und Lagerräumen abzielt. Es ist Teil moderner Handelsstrategien, um Effizienz zu steigern, Kosten zu senken und das Einkaufserlebnis für Kunden zu verbessern. Zeitweise steht es im Zwiespalt zu frequenzbringenden und mengensteigernden Zweitplatzierung. Hier eine ausgeglichene Lösung zu finden, ist die Kunst des Händlers.

Praxisbeispiel

Eine Filiale erhält täglich frische Ware (Obst, Molkereiprodukte, Trockensortiment). Bisher wurden Rollcontainer und Paletten teilweise in den Gängen zwischengelagert. Kunden beschweren sich über Unübersichtlichkeit und blockierte Wege. Die Ziele des Clean Store Prinzips:

  • Kein Lagern von Ware in Verkaufsflächen.
  • Immer aufgeräumte und saubere Regale und Böden.
  • Effiziente Verräumung und klar definierte Verantwortlichkeiten
  • Zeitslots für Lieferungen
  • Anlieferung wird direkt ins Regal sortiert, nicht zwischengelagert.
  • "One-Touch-Prinzip": Ware wird nur einmal angefasst – direkt vom Rollcontainer ins Regal.
  • Flächenmanagement will gelernt sein


Das Ergebnis sind bessere Kundenbewertungen, weniger Rückfragen zu Produktstandorten, schnellere Verräumung durch strukturierte Prozesse. Mit einer gut überlegten Einbindung der herstellenden Industrie können nicht nur Mengen, sondern auch Umsätze gesteigert werden. Das Prinzip wird bei großen Handelsketten eingesetzt, oft als Teil umfassender Lean-Store- oder Filiallogistikkonzepte. Es kann auch mit IT-Systemen und automatisierten Bestellsystemen kombiniert werden.

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geschrieben am

26.09.2025