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BWB gibt Zusammenschluss JET Tankstellen Austria GmbH/Julius Stiglechner GmbH nach umfassender Analyse frei

BWB erlaubt Tankstellen-Fusion

BWB gibt Zusammenschluss JET Tankstellen Austria GmbH/Julius Stiglechner GmbH nach umfassender Analyse frei.

Die BWB hat die geplante Übernahme von 18 Tankstellen der insolventen Julius Stiglechner GmbH durch die JET Tankstellen Austria GmbH (Z-7245) umfassend geprüft. Da die Analyse keine wettbewerblichen Bedenken ergab, gab die BWB den Zusammenschluss ohne Auflagen frei.

Bei den Zielstandorten handelt es sich um Tankstellen in Oberösterreich, Salzburg, Niederösterreich, Tirol und Kärnten. Die Julius Stiglechner GmbH betrieb die betroffenen Tankstellen unter den Marken BP, Shell und ENI. Über das Vermögen des Unternehmens wurde im Dezember 2025 ein Insolvenzverfahren eröffnet.

Prüfung der lokalen und nationalen Marktverhältnisse

Die BWB ging bei ihrer Prüfung von lokalen Märkten rund um die jeweiligen Zielstandorte aus und betrachtete ergänzend auch den nationalen Markt. Um die Marktstellung der beteiligten Unternehmen zu bestimmen, befragte die BWB eine Vielzahl von Wettbewerbern.

Sowohl auf den untersuchten lokalen Märkten als auch auf dem nationalen Markt lagen die gemeinsamen Marktanteile unterhalb der Vermutungsschwellen einer marktbeherrschenden Stellung.

Die wettbewerbliche Analyse zeigte zudem, dass aufgrund der räumlichen Lage der Standorte nur ein begrenztes Wettbewerbsverhältnis zwischen den Zielstandorten und den bereits bestehenden Tankstellen der Erwerberin besteht. Darüber hinaus bestätigte die Untersuchung eine vergleichsweise aggressive Preispolitik von JET. Auch dies wertete die BWB als Indiz gegen negative Auswirkungen des Zusammenschlusses auf den Wettbewerb.

Aufgrund der Marktstellung der beteiligten Unternehmen, ihrer begrenzten wettbewerblichen Nähe sowie der Preispolitik von JET bestanden aus Sicht der BWB keine wettbewerblichen Bedenken. Die BWB und der Bundeskartellanwalt stellten daher keinen Prüfungsantrag beim Kartellgericht und gab den Zusammenschluss ohne Auflagen frei.

Folgende 18 Standorte sind von der Übernahme umfasst

• Shell Abersee 
• ENI Achau 
• BP Freistadt 
• BP Großgmain 
• BP Lochen 
• BP Mauthausen 
• BP Obernberg am Inn 
• BP Oberndorf bei Salzburg 
• BP Perg 
• BP Pöchlarn 
• BP Radstadt 
• BP Rohrbach 
• BP Salzburg-Liefering 
• BP Schrick 
• BP Spittal an der Drau 
• Shell St. Johann in Tirol 
• BP St. Pankraz 
• BP Weng

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geschrieben am

26.08.2026