Mehrweg gewinnt am Biermarkt an Bedeutung
Anlässlich des Earth Overshoot Day am 24. Juli rückt die Brau Union Österreich die Bedeutung von Mehrweggebinden für einen ressourcenschonenden Biermarkt in den Fokus. Bier ist nach wie vor die Getränkekategorie mit dem höchsten Mehrweganteil: Nach den jüngsten Zahlen des Brauereiverbandes wurden 2025 rund 72 Prozent des heimischen Bierausstoßes in Mehrweggebinden – darunter Glasflaschen, Fässer und Tanks – abgefüllt.
Auch die Nachfrage entwickelt sich positiv. Laut NielsenIQ-Daten stiegen die Mehrwegabsätze im Lebensmittelhandel von 2024 auf 2025 im Gesamtmarkt um 5,5 Prozent. Die Brau Union Österreich verzeichnete im selben Zeitraum ein Plus von 6,8 Prozent. Besonders dynamisch entwickelte sich die 2024 eingeführte 0,33-Liter-Mehrwegflasche: Während ihr Absatz im Gesamtmarkt um 16,2 Prozent zulegte, erreichte die Brau Union mit diesem Gebinde ein Wachstum von 54,3 Prozent. Das Unternehmen führt dies auf das inzwischen deutlich ausgeweitete Marken- und Sortenangebot zurück.
Mehrwegfüllanlagen der Brau Union
Mehrweg-Glasflaschen können nach Unternehmensangaben bis zu 50-mal wiederbefüllt werden. Die Brau Union betreibt dafür Mehrwegfüllanlagen an den Standorten Zipf, Wieselburg, Göss, Puntigam, Falkenstein und Fohrenburg. Die Abfüllanlage in der Brauerei Puntigam verfügt über eine Kapazität von bis zu 53.000 Flaschen pro Stunde beziehungsweise rund 1,2 Millionen Flaschen täglich. Die angeschlossene Flaschenwaschanlage wird unter anderem mit einer Wärmepumpe betrieben, die Strom aus erneuerbaren Energiequellen nutzt. Dadurch können laut Unternehmen jährlich rund 640 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Auch bei den Konsumenten genießt Mehrweg eine hohe Akzeptanz. Laut dem Bierkulturbericht 2025 kaufen 62 Prozent der Österreicher Bier bevorzugt in Mehrwegflaschen. Unter regelmäßigen Biertrinkern liegt dieser Anteil bei 73 Prozent. Zudem geben 16 Prozent der Befragten an, seit der Einführung der 0,33-Liter-Mehrwegflasche häufiger zu Mehrweg zu greifen.