Brau Union baut Logistik im Süden und Norden aus
Mit dem Baustart am 22. Oktober 2026 setzt die Brau Union Österreich im Logistik Center Austria Süd in Fürnitz (Gemeinde Finkenstein am Faaker See) den nächsten Schritt. Das neue Auslieferungslager bündelt die Getränkelogistik und die Event Services im Süden Österreichs. Bis zur geplanten Inbetriebnahme Ende 2027 entstehen auf einem rund 36.000 m2 großen Grundstück etwa 9.000 Quadratmeter Hallenfläche, moderne Büros und eine zeitgemäße Rampenlogistik. Die bestehenden Getränkeverteilzentren in Villach und Klagenfurt werden dort zusammengeführt. Ergänzt wird der Standort durch einen Bereich für Selbstabholer.

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Die Lage nahe dem Verschiebebahnhof Villach/Fürnitz bietet laut Transportleiter Christian Gejer neue Perspektiven für multimodale Transporte. Zudem verringert die Verlagerung aus dem dicht bebauten Stadtgebiet von Villach das innerstädtische Verkehrsaufkommen. „Jetzt wird aus unserer Vision sichtbare Realität“, sagt Oliver Plieschnig, Regionaler Verkaufsdirektor Süd, der auch auf moderne
Arbeitsbedingungen und bessere Servicequalität verweist. Bürgermeister Christian Poglitsch sieht in dem Projekt eine Stärkung von Fürnitz als Logistikstandort samt zusätzlicher Wertschöpfung. Entwickelt wird das Vorhaben gemeinsam mit GO ASSET Development, einem österreichischen Projektentwickler für Logistik- und Industrieimmobilien. Geschäftsführer Andreas Liebsch hebt die Anbindung an Straße und Schiene hervor.
St. Florian in Betrieb
Wie ein solcher Standort im Betrieb aussieht, zeigt das Logistikzentrum in St. Florian, das seit Frühjahr 2026 läuft. Dort wurden zu Jahresbeginn die Standorte Linz und Steyr zusammengeführt. Auf rund 19.000 m2, davon etwa 7.000 m2 Halle, arbeiten 75 Mitarbeitende. Sie versorgen Kunden zwischen Bad Leonfelden und Losenstein sowie zwischen Feldkirchen an der Donau und St. Leonhard bei Freistadt mit Bier, alkoholfreien Getränken, Wein und Spirituosen. Der Standort liegt direkt an A1 und B1 und verfügt über eine PV-Anlage mit 150 kWp.

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Von hier aus werden 25 Lkw gesteuert: 19 Biogas-Lkw, die an einer eigenen Tankstelle betankt werden, ein E-Lkw und nur noch fünf Diesel-Lkw. In den ersten sechs Monaten lieferte das Zentrum rund 24 Millionen Halbe Bier an mehr als 2.000 Kunden und versorgte 2.900 Feste mit Leihinventar. „Sicherheitskultur ist die oberste Prämisse“, betont Standortleiter Dominik Bauer. Das Ziel sind null Arbeitsunfälle. Dazu tragen die Trennung von Mensch und Maschine, ein automatisches Bremssystem bei Frontgabelstaplern und die konsequente Aufarbeitung auch von Beinahe-Unfällen bei.
Auch sozial setzt der Standort Akzente: Ein Lehrling schloss seine in Steyr begonnene Lehre in St. Florian ab, ein weiterer wird ausgebildet, ab Frühjahr 2027 wird ein Lehrling in der Betriebslogistik gesucht. Gemeinsam mit der Lebenshilfe Niederneukirchen helfen dreimal pro Woche vier Menschen mit Behinderung beim Sortieren und Schlichten von Leergut.
Wirtschaftlich zählt die Brau Union in Oberösterreich laut einer Studie der Economica GmbH zu den starken Faktoren: Der laufende Betrieb erzeugt eine direkte Bruttowertschöpfung von 139,9 Millionen Euro, und 1.108 Beschäftigte sind direkt, indirekt oder induziert mit dem Unternehmen verbunden.