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BIPA Geschäftsführung: v.l.n.r.: Daniela Reumann, Markus Geyer, Margit Reisinger

BIPA: Preise sinken, Investitionen steigen

Während die Verbraucherpreise 2026 um drei Prozent steigen, sind die Preise im Bipa-Sortiment um 0,6 Prozent gesunken. Der Drogeriefachhändler investiert rund zehn Millionen Euro in zehn Neu- und vier Umbauten, baut die Eigenmarken aus und expandiert weiter nach Rumänien.

Rund eine Million Kundinnen und Kunden kaufen in Österreich jede Woche bei Bipa ein. Der Drogeriefachhändler bleibt im In- und Ausland auf Wachstumskurs und setzt auf dauerhaft niedrige Preise, starke Eigenmarken und gezielte Investitionen in sein Filialnetz. Neben Österreich und Kroatien ist Bipa auch in Rumänien erfolgreich: Seit dem Markteintritt im Jänner 2026 wurden elf Filialen eröffnet, bis Jahresende soll das Netz auf 18 Standorte wachsen. „Wir wachsen, weil wir investieren – und zwar vor allem hier in Österreich”, sagt Markus Geyer, Geschäftsführer von Bipa International. Er ist zuständig für Bipa International und die Bereiche Marketing, Controlling, Analytics, Strategie, Business Development und Nachhaltigkeit. „Die Expansion stärkt auch den Wirtschaftsstandort Österreich, denn viele unserer Bipa Marken werden in Österreich entwickelt und produziert. Heimische Hersteller- und Ladenbaubetriebe gewinnen dadurch neue Absatzmärkte.” Auch als Arbeitgeber ist Bipa mit österreichweit mehr als 4.000 Mitarbeiter:innen, davon rund 250 Lehrlinge, ein wichtiger Faktor.

10 Millionen Euro für das Filialnetz

2026 fließen rund 10 Millionen Euro in zehn Neubauten und vier Umbauten mit Flächenerweiterung. Mit 570 Filialen bleibt Bipa der Drogeriehändler mit den meisten Standorten in Österreich. Investiert wird zudem in Innovationen, die den Einkauf erleichtern und Mitarbeiter entlasten: Der mehrsprachige KI-Bot HAIdi unterstützt die Teams in den Filialen etwa bei Retourenprozessen, der Disposition und der Warenannahme. Parallel setzt Bipa auf Omnichannel: Die Filiale bleibt erste Anlaufstelle, ergänzt durch Onlineshop, Bipa App, Click & Collect und Quick Commerce mit den Partnern foodora und Wolt. „Kundinnen und Kunden kaufen nicht mehr entweder in der Filiale oder online – sie nutzen alle Kanäle, je nachdem, was für sie gerade bequem ist. Die Filiale ist und bleibt das Herzstück: Hier wird probiert, gefragt und beraten. Deshalb haben wir 2026 erneut umfassend in unsere Standorte investiert, sowie in Technik, die unsere Teams unterstützt und einen Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden schafft”, erklärt Daniela Reumann, Geschäftsführerin Bipa. Daniela Rebmann ist zuständig für Vertrieb, Personal, Standort und Bautechnik sowie eCommerce.

Mehr Platz für Beauty, Gesundheit und Bipa Marken

Bis Jahresende bringt Look by Bipa mehr als 100 neue Produkte in alle 570 Filialen. Für die wachsende Vielfalt wird die Look-by-Bipa-Theke von 1,5 auf 2 Meter erweitert und erhält ein Redesign. „Gesundheit, Pflege und Beauty sind Sortimente, die man sich bewusst gönnt – dennoch wird der Preis immer wichtiger. Mit Bipa Marken wie Look by Bipa, seit Jahrzehnten eine der führenden Deko-Marken in Österreich, bieten wir eine hochwertige und gleichzeitig preiswerte Alternative zu internationalen Marken – ohne Abstriche bei Qualität und Trends”, sagt Bipa-Geschäftsführerin Margit Reisinger. Die Geschäftsführerin ist verantwortlich für Category Management Einkauf und den wachsenden Bereich der medizinischen Produkte.

Gesund älter werden statt nur länger leben

Das Gesundheitssortiment wurde in mehr als 300 Filialen ausgebaut. Wachstumstreiber sind Sporternährung und Nahrungsergänzung, unter anderem mit der Eigenmarke Bi Life und ihren rund 110 Artikeln. Bedeutend bleibt das Sortiment rund um Schwangerschaft und Baby: Die erste Schwangerschaft ist für viele Kundinnen ein Wendepunkt im Einkaufsverhalten. Sie achten stärker auf Inhaltsstoffe, Produktsicherheit und Herkunft, bleiben aber preisbewusst und greifen gezielt zu Angeboten, Multipacks und Eigenmarken.

Bipa Marken wachsen zweistellig

Die elf Bipa-Eigenmarken mit insgesamt rund 1.500 Artikeln entwickelten sich auch im letzten Jahr sehr positiv. Bi Care legte beim Umsatz 2025 um 20 Prozent zu, Bi Comfort um 10 Prozent. Am dynamischsten wuchs die Gesichtspflege: Bi Care steigerte sich hier um mehr als 60 Prozent, vor allem bei Produkten gegen unreine Haut, Masken und im Anti-Aging-Bereich. Inkontinenzprodukte legten um 22 Prozent zu, Bi Home um 17 Prozent. Demnächst folgen der Ausbau der Wirkstoffkosmetik-Linie Bi Care Experts, eine erweiterte Ultra-Sensitive-Linie bei bi good sowie erstmals Inkontinenz-Pants für Männer von Bi Comfort. Auch international sorgen Bipa Marken für Aufmerksamkeit: Die in Österreich entwickelte Babymarke Babywell ist mittlerweile in elf Ländern der Rewe Group, unter anderem in Deutschland, erhältlich. Bei der Produktion setzt Bipa auf regionale Wertschöpfung: bi good Produkte werden zu 80 Prozent in Österreich (Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol) hergestellt.

Bipa Preise 2026 über das Gesamtsortiment gesunken

Trotz eines herausfordernden Umfelds mit steigenden Energiepreisen und sinkender Konsumstimmung hat Bipa auch heuer weiter in die Preise investiert. Während die Verbraucherpreise in Österreich 2026 weiter stiegen (+3 %), sanken die Preise im Bipa-Sortiment um 0,6 Prozent. Mit „Einfach Preiswert” bietet Bipa seit Februar rund 2.000 Produkte quer durch das Sortiment dauerhaft günstig an. Zusätzlich profitieren Kund:innen weiterhin von zahlreichen Aktionen. So verbindet Bipa attraktive Alltagspreise mit starken Aktionen für zusätzliche Ersparnisse. Aktuelle NielsenIQ-Daten zu den mengengewichteten Durchschnittspreisen der letzten 52 Wochen bestätigen diesen Ansatz: Bei vielen bekannten Marken liegt Bipa unter dem Preisniveau des Vergleichsmarkts. So waren Pampers Baby- und Kinderwindeln im Schnitt um 6,4 % pro Windel günstiger, Nivea Duschbad um 11,7 % pro 100 ml. (Quelle: NielsenIQ RMS. Mengengewichtete Durchschnittspreise auf rollierender 52-Wochen-Basis bis einschließlich KW 36/2026.) „Unter dem Strich bieten wir unseren Kundinnen und Kunden damit an der Kasse ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis”, so Margit Reisinger. Und eine bedeutende Tatsache für Kunden: die „Minus 25%“-Pickerl gelten bei Bipa nach wie vor.

Ausblick: Wachstum mit Verantwortung

2027 plant Bipa zwölf Neubauten und drei Umbauten in Österreich und setzt das Auslandswachstum fort. Das gesellschaftliche Engagement für Frauengesundheit, Chancengleichheit und Inklusion bleibt fest in der Strategie verankert. Unter dem Dach der Initiative „Ehrlich gesagt” bringt Bipa seit 2025 Themen wie Frauengesundheit und Mental Load in den öffentlichen Diskurs.
Und ebenfalls ein Wachstumsmarkt sind die immer mehr werdenden „Beauty-departments“ bei Billa Plus, denn auch dort werden Bipa-Eigenmarken angeboten. Im letzten Jahr hat Bipa insgesamt (Ö, Rumänien, Kroatien) 1,2 Mrd. Euro erwirtschaftet.

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geschrieben am

21.10.2026