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AMA Marketing auf der Biofach 2026

Biofach 2026: ein Rückblick

Nürnberg als Zentrum für Biologische Produkte: die Biofach 2026 auf einem hohen Niveau.

Die Biofach 2026 in Nürnberg vom 10. bis 13. Februar war trotz Transportbehinderungen ein voller Erfolg und bestätigte ihre Rolle als weltweit führende Bio-Lebensmittelmessen. Rund 2.200 Aussteller aus fast 90 Ländern präsentierten auf gefüllten Hallen Innovationen, Trends und Netzwerke, mit Indien als Partnerland (95 Aussteller am APEDA-Stand).
Knapp 32.000 Fachbesucher kamen – jeder Zweite aus dem Ausland –, was leichte Rückgänge gegenüber Vorjahren bedeutet, aber intensive Begegnungen zwischen Herstellern, Handel, Politik und Stakeholdern ermöglichte. Unter dem Motto „Growing Tomorrow: Young Voices, Bold Visions!“ standen generationsübergreifender Dialog, regenerative Landwirtschaft, pflanzenbasierte Proteine, Transparenz und Kreislaufwirtschaft im Fokus.

Highlights waren der Start-up-Award (Gewinner: pack & satt), Best New Product Awards in 12 Kategorien, die Innovation Stage mit 31 Pitches und die Erlebniswelt Planetary Health. Messeleiter Dominik Dietz lobte den „energiegeladenen Spirit“ der Branche und die hohe Rebooking-Quote für 2027 (über zwei Drittel der Fläche bereits gebucht). Auf der Biofach 2026 in Nürnberg dominierten folgende Trends die Messe unter dem Motto „Growing Tomorrow: Young Voices, Bold Visions!“

  • Pflanzenbasierte Proteine und Fermentation: Proteinreiche Snacks, Shots und fermentierte Getränke wie Kefir oder teebasierte Functional Drinks standen im Fokus – oft mit Präzisionsfermentation für neue Nährstoffquellen und Geschmacksinnovationen.
  • Ehrliche Einfachheit („Perfectly Simple“): Produkte mit wenigen, natürlichen Zutaten – von bunten Snacks bis Fertigmahlzeiten – betonten Transparenz und Nachhaltigkeit, ergänzt durch „Colourful by nature“-Trends mit natürlichen Farben.
  • Regenerative Landwirtschaft und Resilienz: Diskussionen zu Kreislaufwirtschaft, Upcycling, KI in der Landwirtschaft und gesunder Boden als Schlüssel für zukunftsfähige Ernährungssysteme prägten Kongress und Planetary-Health-Bereich.
  • Nachhaltige Verpackungen: Biobasierte, recycelbare Lösungen und intelligente Verpackungen zur Reduktion von Food Waste gewannen an Relevanz, getrieben durch EU-Regeln.

AMA-Marketing auf der Biofach

Im Rahmen der Biofach in Nürnberg präsentierte die AMA-Marketing die aktuellen RollAMA-Ergebnisse für 2025. Diese zeigen deutlich steigende Ausgaben für Bioprodukte und einen neuen Höchstwert beim Bio-Anteil. Parallel gewinnt regionales Bio weiter an Bedeutung – bestätigt durch eine Motivanalyse mit über 1.500 Befragten. In einem Fachvortrag lobte Prof. Jan Niessen (Hochschule für Strategische Marktbearbeitung) Österreich als europäisches Vorzeigeland im Bio-Bereich. Er hob die enge Verbindung zwischen Bio-Landwirtschaft und professioneller Marktkommunikation hervor und bezeichnete Österreich als Beispiel dafür, dass das EU-Ziel von 25 Prozent Bio-Landwirtschaft bereits weit vor 2030 erreichbar ist.

Die heimischen Haushalte erhöhten ihre Einkaufsmengen für Bioprodukte um 2,3 Prozent, die Ausgaben stiegen um 6,5 Prozent. Durchschnittlich wurden 360 Euro pro Haushalt für Bioprodukte des RollAMA-Warenkorbs ausgegeben. Der Anteil von Bio-Lebensmitteln erreichte mit knapp 12 Prozent ein All-Time-High. Besonders stark wuchs Bio-Mehl mit einem wertmäßigen Anteil von 30 Prozent. Beim Fleisch überschritt der Bio-Anteil erstmals die 8 Prozent-Marke; Zuwächse gab es bei Rind-, Kalb- und Hühnerfleisch, leichte Rückgänge bei Schwein und Pute. In urbanen Regionen ist der Bio-Anteil weiterhin überdurchschnittlich hoch.

Konsummotive: Regionalität und Eigeninteresse

Mehr als die Hälfte der Befragten konsumiert mindestens wöchentlich Bio-Lebensmittel, 15 Prozent nahezu täglich und rund ein Drittel mehrfach pro Woche. Hauptmotive für den Biokauf sind der Verzicht auf Chemie und Pestizide, artgerechte Tierhaltung und Regionalität – letztere motiviert rund 50 Prozent besonders stark. Gesundheitliche Aspekte gewinnen weiter an Gewicht. Für 43 Prozent dient das AMA-Biosiegel als zentrale Orientierungshilfe im Einkauf. Beim Biokauf überwiegt leicht das Eigeninteresse („etwas Gutes für sich und die Familie tun“), während bei regionalen, nicht-biozertifizierten Produkten die Verantwortung für Umwelt und Landwirtschaft stärker zählt.

Neue Kommunikationslinie für das AMA-Biosiegel

Die AMA-Marketing reagiert auf diese Verschiebung der Motive mit einer neuen Kommunikationsstrategie: Bio steht heute für Gesundheit, Sicherheit und Qualität – ergänzt durch die zunehmende Bedeutung der Regionalität. Das AMA-Biosiegel positioniert sich dabei mit den Werten Regionalität, Natürlichkeit und Vertrauenswürdigkeit. Mit Dezember 2025 startete die größte Kampagne in der Geschichte der AMA-Marketing. Die crossmediale Umsetzung – über TV, Hörfunk, Online, Streamingdienste und Out-of-Home – erzielte allein im Dezember 126 Millionen Werbekontakte. Damit wurden 87 Prozent der Bevölkerung erreicht, im Schnitt 19 Kontakte pro Person.

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geschrieben am

04.03.2026