ARA: Sammelplus in der Gelben Tonne
Die Wienerinnen und Wiener trennen Verpackungen zunehmend besser: Im Jahr 2025 wurden in Wien insgesamt mehr als 15.000 Tonnen Kunststoff- und Metallverpackungen in der Gelben Tonne bzw. dem Gelben Sack gesammelt. Die Nettosammelmenge stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent.
Das gemeinsame Engagement der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) und der MA 48 der Stadt Wien zeigt große Wirkung: Die Ausweitung der Leichtverpackungssammlung, eine etablierte Sammelinfrastruktur und gezielte Bewusstseinsbildung bringen Kreislaufwirtschaft in der Bundeshauptstadt erfolgreich vorwärts – und das trotz des Mengenrückgangs aufgrund des Einwegpfandsystems. Im internationalen Vergleich moderner Metropolen beweist Wien einmal mehr, dass eine effiziente Wertstoffsammlung auch im dicht verbauten urbanen Raum auf hohem Niveau funktioniert.
Gelbe Tonne/Gelber Sack gut verankert
Ein wichtiger Meilenstein für die Kreislaufwirtschaft war die Ausweitung der Sammlung auf alle Kunststoffverpackungen. Seit 2023 werden diese gemeinsam mit Metallverpackungen in der Gelben Tonne bzw. dem Gelben Sack erfasst. Die einfache und leicht zugängliche Sammlung erleichtert die richtige Abfalltrennung und trägt wesentlich zu verbessertem Entsorgungsverhalten bei. Heute stehen den Wienern mehr als 20.000 Gelbe Tonnen – entweder direkt in den Müllräumen der Wohnhausanlagen oder bei den 4.400 Altstoffsammelinseln im öffentlichen Raum – für die Nutzung zur Verfügung. Zusätzlich sind rund 46.000 Einfamilien-Haushalte an die Sammlung über den Gelben Sack angeschlossen. Damit ist die getrennte Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen flächendeckend im Stadtgebiet verfügbar.
Dass das Sammelsystem von der Bevölkerung angenommen wird, zeigt auch die IMAS-Studie, die im Auftrag der ARA Ende 2025 durchgeführt wurde: 92 Prozent der Wiener bewerten die Idee der getrennten Sammlung von Verpackungen mit „sehr gut“ oder „gut“. Damit liegt Wien über dem österreichweiten Durchschnitt von 91 Prozent. Gleichzeitig gibt knapp ein Drittel der Befragten an, künftig noch mehr beziehungsweise noch genauer trennen zu wollen – ein Wert, der ebenfalls über dem österreichischen Durchschnitt liegt. Damit beweist Wien einmal mehr, dass es im Vergleich europäischer Großstädte bei der Abfalltrennung im urbanen Raum einen Spitzenplatz einnimmt.