ARA: Gelbe Tonne und Sack gut angenommen
Seit 1. Jänner werden Verpackungen aus Kunststoff und Metall einheitlich in der Gelben Tonne bzw. dem Gelben Sack gesammelt. Modernste Sortiertechnologien ebneten den Weg für dieses vereinfachte System, das die ARA seit vielen Jahren gefordert hat. Eine aktuelle Umfrage* des Marktforschungsinstitut IMAS im Auftrag der ARA zeigt, dass zwei Drittel der Österreicher die Umstellung mit sehr gut bzw. gut bewerten. Nur 8 % können sich gar nicht damit anfreunden.
Parallel zur Sammelumstellung wurde ein Pfandsystem für Einweggetränkeverpackungen aus Kunststoff und Metall eingeführt. Kunststoffgetränkeflaschen und Getränkedosen werden wie bereits in der Vergangenheit im Kreislauf geführt, gehen jetzt aber einen anderen Weg zurück in den Kreislauf. Dazu liegt die aktuelle ARA Hochrechnung vor: Mit Blick auf die Gesamtmenge führte das Einwegpfand im Übergangsjahr 2025 bisher zu einem Rückgang von rund 10 % an Verpackungen in der Gelben Tonne bzw. dem Gelben Sack. Waren es 2024 noch 231.000 Tonnen, sind es 2025 laut Hochrechnung 210.000 Tonnen. Im Jahresvergleich von 2024 und 2025 konnte bei Kunststoff- und Metallverpackungen, die nicht zum Einwegpfand zählen, ein Sammelplus von rund 3 % erzielt werden – was auf das hohe Engagement der Bürger:innen zurückzuführen ist.
„Obwohl es 2025 hierzulande große Änderungen im Sammelsystem gab, sind die Österreiche in puncto Abfalltrennung weiterhin hoch engagiert. 91 % von ihnen finden die Idee der getrennten Verpackungssammlung sehr gut bzw. gut. 28 % können sich vorstellen, künftig ihren Abfall noch mehr bzw. genauer zu trennen. Das sind für uns entscheidende Faktoren. Denn nur wenn alle mitwirken, kann Kreislaufwirtschaft vorangetrieben werden – zum Schutz der Umwelt, zur Schonung von Ressourcen und Stärkung der Rohstoffsicherheit Österreichs“, betont ARA Vorstandssprecher Harald Hauke. Vor allem die Steirer:innen (33 %), Wiener:innen und Vorarlberger:innen (je 31 %) sind besonders motiviert, in Zukunft noch mehr und genauer zu trennen.
Gelber Sack und Gelbe Tonne ermöglichen eine einfache und praktische Sammlung
Insgesamt sind österreichweit rund 2,2 Mio. Haushalte an die Sammlung mit dem Gelben Sack angeschlossen. Gemeinsam mit rund 280.000 Gelben Tonnen wird damit für die Bürger der flächendeckende Zugang zur Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen gewährleistet. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Entfernung zur Gelben Tonne um 8 Meter auf durchschnittlich 164 Meter reduziert. Die getrennte Verpackungssammlung ist seit Jahrzehnten gelebter Alltag, trotz Änderungen stellt die getrennte Sammlung von Verpackungen für 71 % der Befragten weiterhin keinen zusätzlichen Zeitaufwand dar.
Die Mehrheit der Österreicher (63 %) stellt der Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen die Bestnote „Sehr gut“ aus.