ALPLA: Vom Meeresabfall zur Verpackung
Verlorene oder aufgegebene Fischernetze zählen zu den größten Quellen der Plastikverschmutzung in den Weltmeeren. Gemeinsam mit dem dänischen Recyclingunternehmen Plastix setzt ALPLAindustrial genau hier an und nutzt sogenanntes Meeresplastik als Rohstoff für industrielle Verpackungen. Mit dem OceanIX™-Eimer zeigt das Unternehmen, wie sich problematische Abfallströme in leistungsfähige Produkte überführen lassen.
„Geisternetze"
Sogenannte „Geisternetze“ machen einen erheblichen Anteil der marinen Kunststoffverschmutzung aus. Schätzungen zufolge stammen zwischen 75 und 86 Prozent der schwimmenden Kunststoffabfälle im Great Pacific Garbage Patch aus verlorenem oder entsorgtem Fischereigerät. Diese langlebigen Kunststoffe verbleiben oft über Jahrzehnte im Meer und stellen eine erhebliche Gefahr für Ökosysteme und Meereslebewesen dar.
Plastix bereitet ausgediente Fischernetze und maritime Ausrüstung zu hochwertigem recyceltem Polypropylen (rPP) auf. ALPLAindustrial setzt dieses Material in seinen Verpackungslösungen ein, insbesondere im OceanIX™-Eimer. Das Ergebnis ist eine industrielle Verpackung, die funktionale Anforderungen erfüllt und gleichzeitig zur Reduktion von Kunststoffabfällen beiträgt.
Das recycelte Material kann in der gesamten Eimer-Produktpalette von ALPLAindustrial eingesetzt werden und eignet sich unter anderem für Farben, Lacke, Beschichtungen sowie Bau- und Konstruktionsprodukte. Gleichzeitig reduziert es den Bedarf an Primärkunststoffen und unterstützt geschlossene Materialkreisläufe.
Eine unabhängig geprüfte Lebenszyklusanalyse zeigt, dass der Einsatz des recycelten Polypropylens die CO₂-Emissionen um bis zu 94,3 Prozent im Vergleich zu Neuware senken kann. Unternehmen erhalten damit die Möglichkeit, ihre Klimabilanz zu verbessern, ohne Einbußen bei Leistung oder Qualität der Verpackung in Kauf nehmen zu müssen. Zudem trägt die Lösung zur steigenden Nachfrage nach nachvollziehbaren Recyclingmaterialien bei und unterstützt die Erfüllung wachsender ESG-Anforderungen.
Das Projekt von ALPLAindustrial und Plastix verdeutlicht, wie sich ein ökologisch problematischer Abfallstrom in eine wertvolle Ressource überführen lässt. Verpackungen werden damit zunehmend Teil der Lösung im Umgang mit globalen Kunststoffabfällen und zu einem zentralen Baustein der industriellen Kreislaufwirtschaft.