Alfies zieht positive Bilanz
Im vergangenen Jahr erreichten alle heimischen Lagerstandorte von Alfies (vier in Wien, einer in Graz) Profitabilität. Trotz des starken Fokus auf Effizienz und Kostenoptimierung konnte der Umsatz auf rund 33 Millionen Euro gesteigert werden. 2024 erzielte das Unternehmen noch unter 30 Millionen Euro Umsatz. In Österreich verzeichnete Alfies ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich. Das Unternehmen gewann eine fünfstellige Anzahl an Neukunden, der durchschnittliche Warenkorb der Kunden steigerte sich auf rund 70 Euro. In der Schweiz verdoppelte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr sogar. Zusätzlich wurde dort erstmals ein positiver Deckungsbeitrag pro Bestellung erreicht – ein wesentlicher Schritt für die langfristige Skalierbarkeit des Geschäftsmodells.
„2025 feierten wir unser zehnjähriges Jubiläum. Schon seit 2015 liefern wir in Wien Lebensmittel. Die Herausforderungen im Online-Lebensmittelhandel sind heute andere als damals, aber für langfristigen Erfolg braucht es Durchhaltevermögen und das richtige Geschäftsmodell. Das haben wir auch anhand vieler Konkurrenten gesehen, die im letzten Jahrzehnt in den Markt eingestiegen oder wieder ausgeschieden sind“, sagt Gunther Michl, Mitgründer und Geschäftsführer von Alfies. Der Salzburger gründete den Lieferdienst mit seinem Bruder Gerald Michl und dem Schulfreund Thomas Ecker.
Neben der Pfandrücknahme baute Alfies seinen Service auch auf Produkt- und Technologieebene aus. Alle Apps wurden vollständig erneuert, um den Kunden ein konsistentes und deutlich verbessertes Einkaufserlebnis zu bieten. Mit dem Launch von alfies.shop als Domain für beide Märkte schuf das Unternehmen zudem eine neue technologische Plattform, die als Grundlage dient, Verbesserungen, neue Features und Innovationen künftig wesentlich schneller umzusetzen. Ein weiteres Highlight war der Start des KI-Einkaufsassistenten „Alfie“. Sowohl in Österreich als auch in der Schweiz ist Alfies damit der erste Online-Supermarkt, der seinen Kunden eine KI-gestützte Einkaufshilfe anbietet. „Alfie“ wurde von den Kunden gut angenommen und lernt mit jeder Nutzung dazu, um noch besser an die Kundenwünsche angepasste Rezepte und Produktvorschläge zu bieten.
Diese Vorschläge kommen aus einem Sortiment, das im letzten Jahr um mehr als 1.000 Produkte wuchs und mittlerweile über 6.000 umfasst. „Wöchentlich listen wir neue Produkte, vor allem im Bereich Lebensmittel. Das ist unser Anspruch als vollwertiger Online-Supermarkt für den täglichen Bedarf“, sagt Geschäftsführer Gunther Michl.
Ausblick 2026: Expansion, Nachhaltigkeit und Produktfokus
Für das Jahr 2026 plant Alfies den nächsten Wachstumsschritt. Das Liefergebiet soll deutlich ausgeweitet werden, sodass größere Teile Niederösterreichs, der Steiermark sowie der Schweizer Kantone Zürich, Aargau und Zug erschlossen werden. Parallel dazu wird die Elektroautoflotte – wie bereits 2025 – auch heuer um weitere 30 Fahrzeuge erweitert, um die nachhaltige Zustellung weiter voranzutreiben.
Produktseitig plant Alfies einen erheblichen Ausbau des Sortiments im Bereich Frische. Zusätzlich investiert das Unternehmen in die Weiterentwicklung der Alfies-Plattform, um den Kunden ihren Online-Einkauf noch einfacher, schneller und personalisierter zu gestalten.