AGRANA trotz Abschreibungen stabil
Die AGRANA hat im Geschäftsjahr 2025/26 trotz eines schwierigen Marktumfelds ein solides operatives Ergebnis erzielt. Während der Konzernumsatz um 7,9 Prozent auf 3,24 Milliarden Euro zurückging, verbesserte sich das operative Ergebnis um 6,2 Prozent auf 81,2 Millionen Euro.
Belastet wurde die Bilanz allerdings durch hohe Sondereffekte und Abschreibungen – insbesondere im Zuckersegment. Insgesamt summierten sich die negativen Sondereinflüsse auf 74,1 Millionen Euro, darunter eine nicht zahlungswirksame Wertminderung von 46 Millionen Euro im Bereich Zucker. Das EBIT brach dadurch von 40,5 Millionen Euro im Vorjahr auf nur noch 3,2 Millionen Euro ein.
AGRANA-CEO Stephan Büttner verweist auf ein weiterhin schwieriges Umfeld mit geopolitischen Unsicherheiten, volatilen Energie- und Rohstoffmärkten sowie einer schwachen Konjunktur. Stabilisiert wurde das Gruppenergebnis vor allem durch das Segment Food & Beverage Solutions (FBS), das mittlerweile mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes ausmacht.
Besonders positiv entwickelte sich dabei das Geschäft in Europa sowie Nord- und Südamerika. Das Segment profitierte vor allem von stabilen Rezepturgeschäften, während der Getränkebereich leicht rückläufig war.
Unter Druck blieb dagegen das Stärke-Geschäft. Sinkende Preise bei Stärke-, Verzuckerungs- und Ethanolprodukten belasteten die Margen deutlich. Auch das Zuckersegment blieb herausfordernd: Zwar stabilisierten sich die Industrieabsätze, im Retailgeschäft gingen die Verkäufe jedoch massiv zurück. Zusätzlich belasteten deutlich niedrigere Zuckerpreise das Ergebnis.
AGRANA reagierte darauf mit Restrukturierungen und Standortschließungen in Leopoldsdorf und Hrušovany. Die eingeleiteten Sparmaßnahmen zeigen laut Unternehmen erste Wirkung: Der operative Verlust im Zuckersegment reduzierte sich von minus 48,9 auf minus 30,6 Millionen Euro.
Unter dem Strich rutschte der Konzern dennoch in die roten Zahlen. Das Konzernergebnis lag bei minus 35,6 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie bei minus 0,64 Euro. Die Dividende soll daher von 0,70 auf 0,35 Euro je Aktie halbiert werden.
Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich AGRANA dennoch vorsichtig optimistisch. Erwartet werden ein stabiles operatives Ergebnis sowie eine deutliche Verbesserung beim EBIT. Grundlage dafür sei die laufende Transformation im Rahmen der Strategie „AGRANA NEXT LEVEL“.