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Tag des Kaffees am 1. Oktober

25 Jahre Tag des Kaffees

Österreich bleibt ein starkes Kaffeeland und die Branche startet in ein neues Recyclingzeitalter.

Österreich feiert am 1. Oktober bereits zum 25. Mal den Tag des Kaffees. Der Österreichische Kaffee- und Teeverband (KTV) begeht den Jubiläumstag gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen und unterstreicht damit die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung des Getränks. „Der Tag des Kaffees ist seit Jahren ein Fixpunkt, der zeigt, wie viel Genuss, Qualität und Gemeinschaft in einer einzigen Tasse stecken können", sagt Verbandspräsident Mag. Marcel Löffler.

Konsum ungebrochen hoch

Die Zahlen belegen die anhaltende Beliebtheit: 86 Prozent der Bevölkerung greifen regelmäßig zur Tasse, der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 162 Litern. Die aktuellen Tchibo Kaffee-Fakten 2026 zeigen generationenübergreifende Nutzungsmuster: 94,2 Prozent der Gen Z kaufen Kaffee für unterwegs, 78,6 Prozent treffen sich im Kaffeehaus zu Gesprächen. Trotz der hohen Akzeptanz unterliegt Kaffee weiterhin dem höchsten Mehrwertsteuersatz von 20 Prozent, während die meisten Grundnahrungsmittel mit 10 Prozent besteuert werden. „In einem Kaffeeland wie Österreich ist Kaffee längst ein Grundnahrungsmittel. Dass er beim höchsten Steuersatz liegt, passt nicht dazu", betont Verbands-Geschäftsführerin Mag. Tina Antonius. Der Verband bleibt bei seiner Forderung nach steuerlicher Gleichbehandlung.

Neue Entsorgungsregeln ab 1. Oktober

Parallel zum Tag des Kaffees tritt am 1. Oktober 2026 eine weitere Neuerung in Kraft: Kaffee- und Teekapseln aus Metall oder Kunststoff können ab dann österreichweit über den Gelben Sack beziehungsweise die Gelbe Tonne entsorgt werden. Zuvor war dies nur in Pilotregionen möglich. Papierbasierte Pads und Teebeutel gehören weiterhin in die Biotonne. „Für die Konsumenten wird die Entsorgung nicht komplizierter, sondern einfacher", so Antonius. Ab 1. Oktober lassen sich Kapseln im Shop, im Sammelzentrum oder über den Gelben Sack entsorgen.

9,1 Millionen Kapseln recycelt

Die Branche hat auf die kommenden EU-Vorgaben früh reagiert. Gemeinsam mit der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) startete der KTV bereits 2023 ein herstellerübergreifendes Kapsel-Recyclingprojekt in Oberösterreich sowie den Bezirken Krems-Land und Schwechat. In den ersten sechs Monaten wurden 120,33 Tonnen beziehungsweise rund 9,1 Millionen Kapseln gesammelt, die Sammelmenge stieg über alle Standorte um 22 Prozent.

Die Aufbereitung erfolgt in der Recyclinganlage SECCON in Pettenbach: Aluminium und Kunststoff werden vom Kaffeesatz getrennt und zu neuen Rohstoffen verarbeitet, der Kaffeesatz wird zu Biodünger, Ölbindemitteln oder Biogas. „Wir haben gemeinsam mit unseren Partnern schon 2023 einiges freiwillig umgesetzt, was jetzt EU-weit Pflicht wird", sagt Löffler. „Das verschafft uns jetzt einen klaren Vorsprung bei der Umsetzung der PPWR."

Unternehmen stehen vor neuen Pflichten

Für Unternehmen, die Kapseln in Verkehr bringen, gelten ab 1. Oktober 2026 neue Pflichten: Teilnahme an einem Sammel- und Verwertungssystem sowie entsprechende Datenmeldungen. Weitere Etappen folgen: ab 2028 eine EU-weit einheitliche Kennzeichnung, ab 2030 verpflichtende Recyclingfähigkeit, höhere Rezyklatanteile und erste Wiederverwendungsziele. „Gerade für kleinere Unternehmen bedeutet die Umsetzung anfangs erheblichen Mehraufwand – aber wir gehen ihn gemeinsam an", ergänzt Stephan Krömer, Vizepräsident des KTV und Präsident des Österreichischen Teeinstituts.

Branchenvielfalt zum Jubiläum

Zum 25. Tag des Kaffees präsentieren die Mitgliedsunternehmen neue Initiativen und Produkte:

  • café+co bringt seit über 50 Jahren handgerösteten Kaffee ins Büro, mit Vollautomaten von Jura und La Cimbali, inklusive Service und Wartung.

  • Costa Coffee setzt auf die besten 5 Prozent der weltweit produzierten Bohnen, 100 Prozent Rainforest-Alliance-zertifiziert, 2026 erneut mit Superior Taste Award ausgezeichnet.

  • Caffè Vergnano lanciert die neue At-Home Linie Riserva Torino, von der kräftigen Cremoso bis zur milden 100 Prozent Arabica-Variante.

  • Fairtrade veranstaltet von 14. September bis 10. Oktober die Kaffee Wochen mit Gewinnspiel und verweist auf stabile Mindestpreise für Produzenten.

  • Julius Meinl, 1862 in Wien gegründet, bezieht seit Anfang 2026 für die Röstereien in Wien und Vicenza zu 100 Prozent Responsibly Selected Coffee.

  • JDE Peet's investiert weltweit in über 70 Projekte in Kaffeeanbauregionen, mit Marken wie Jacobs, L'OR, Tassimo und Senseo.

  • Tchibo bietet rund um den Tag des Kaffees (24. September bis 7. Oktober) Sonderaktionen und lanciert die Privat Kaffee Limited Edition Honduras.

  • Segafredo startet am 1. Oktober mit Bio- und Fairtrade-zertifiziertem Barista Organico in 25 Billa-Plus-Filialen und der neuen Kampagne „Take Your Shot".

  • Nespresso treibt regenerative Landwirtschaft voran: 85 Prozent des Grünkaffees aus dem Nespresso Sustainable Quality Plan stammt aus Anbau mit Agroforstwirtschaft und Biodiversitätsmaßnahmen.

  • Lavazza präsentiert die Caffè Crema Art Edition Infinito, eine Limited Edition mit Intensität 9 von 10, Noten von Kakao und Gewürzen.

  • Hornig feiert mit 30 Prozent Rabatt auf Kaffee und unterstreicht damit seine seit 1912 bestehende österreichische Kaffeetradition.

Neuer Button, neues Motto

Anlässlich des 25. Jubiläums wurde der bekannte Button neu gestaltet: klar, zeitgemäß, mit dem neuen Motto „Kaffee verbindet." 

Mag.a Tina Antonius, Geschäftsführerin des Österreichischen Kaffee- und Teeverbands.

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geschrieben am

29.09.2026