ALPLA: Stabiles Geschäftsjahr 2025
ALPLA beliefert internationale Konsumgütermarken und lokale Kunden mit sicheren, leistbaren und nachhaltigen Verpackungslösungen aus Kunststoff. Mit einem Umsatz von 5,2 Milliarden Euro (2024: 4,9 Milliarden Euro) hat der Verpackungs- und Recyclingspezialist das Geschäftsjahr 2025 soeben erfolgreich abgeschlossen. Beim Personalstand und der Standortanzahl verzeichnete ALPLA ein Plus auf rund 25.500 Mitarbeitern bzw. 206 Werke.
Die stabile Entwicklung im 70. Firmenjahr führt CCO Nicolas Lehner unter anderem auf langfristige strategische Weichenstellungen, gezielten Investitionen und risikobedachte Planung zurück: „Wachstumsmärkte können sich drehen, Nachfragen schwanken und Kosten steigen. Das haben wir 2025 vor allem im Getränkemarkt und im Recycling erlebt – und es trifft die gesamte Branche schmerzlich. Umso wichtiger sind ein klarer Plan und Fokus auf den Kundennutzen. Beides treiben wir bei ALPLA konsequent voran.“
Die Division ALPLArecycling blickt auf ein durchwachsenes Jahr zurück – nicht zuletzt aufgrund regulatorischer Prozesse in der EU und der anhaltenden Preisproblematik. „Neuware ist um ein Vielfaches günstiger als Recyclingmaterial. Während die Nachfrage sinkt und die Kosten steigen, wächst die Gefahr von minderwertigen Importen aus Drittstaaten. Wenn die EU nicht gegensteuert, wird die PPWR zum Eigentor“, warnt Lehner. ALPLA setzt sich gemeinsam mit anderen Industriebetrieben für faire Bedingungen ein.
Mit neuen Recyclingzielen bis 2030 will ALPLA trotz der Herausforderungen am Recyclingmarkt auch künftig die Pionierrolle in der Kreislaufwirtschaft verteidigen. Innovative Projekte wie die kürzlich mit NTCP in den Niederlanden gestartete Kooperation für die Herstellung von lebensmitteltauglichem HDPE-Recyclingmaterial geben die Richtung vor. Der Anteil an Post-Consumer-Recyclingmaterial (PCR) soll bis 2030 auf 30 Prozent gesteigert werden. Dazu erweitert ALPLA die derzeit installierte und projektierte Output-Kapazität von 400.000 auf 700.000 Tonnen. Ab 2026 fließen 15 Millionen Euro jährlich ins Recycling.